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Conflict das heute nur ein Strohfeuer? | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Conflict das heute nur ein Strohfeuer? | Marktberichte


Stand: 26.03.2019, 17:50 Uhr

Ausgerechnet der umstrittene Zahlungsabwickler Wirecard hat am frühen Nachmittag für die Trendwende am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax legte zu – aber ist das alles von Dauer? Zweifel bleiben erlaubt.

Denn auch wenn die Hausse der Wirecard-Aktie um gleich 26,26 Prozent dem Markt heute einen echten Schub gab – die zuletzt aufgekommenen Konjunkturängste sind deshalb nicht verschwunden.

Zudem deutet sich im Brexit-Drama auch weiterhin kein Durchbruch an. Damit heißt es weiter, sich in Geduld zu üben, was den Politikern um die angeschlagene Premierministerin Theresa Might in London eventuell doch noch einfallen könnte – keine sehr verlockende Perspektive für die Börse, denn ein ungeregelter Brexit bleibt weiterhin eine sehr realistische Choice.

Dax beendet Negativserie

Trotzdem dürfte so mancher Anleger erleichtert gewesen sein nach vier Verlusttagen in Folge für den Dax. Am Ende eines zunächst ziemlich lustlosen Handelstages steht nämlich ein Zugewinn von 0,64 Prozent auf 11.419 Punkte auf der Anzeigetafel der Frankfurter Börse. Im Tagestief stand der Index heute bei 11.299-, im Hoch bei 11.447 Punkten.

Zur Erinnerung: Vor genau einer Woche hatte der Dax noch bei 11.823 Punkten am Jahreshoch gestanden und von Krise keine Spur – so schnell kann es gehen an der Börse.

Wirecard elektrisiert

Konkreter Auslöser für das heutige Completely satisfied Finish warfare die am frühen Nachmittag eine vom Zahlungsabwickler Wirecard veröffentlichte Pflichtmitteilung, zu den wesentlichen Ergebnisse der externen Untersuchung zu den Vorwürfen der möglichen Bilanzmanipulation in der Niederlassung Singapur.

Das Unternehmen aus Aschheim bei München sieht danach “keine wesentlichen Auswirkungen” auf seine Abschlüsse. Die Aktie sprang danach schnell an und haussierte in der Spitze rund 30 Prozent.

Selbstredend, dass sie am Ende des Tages den Dax souverän anführte. Noch stärker als im Dax ging es mit dem TecDax bergauf, in dem Wirecard ebenfalls vertreten sind. Der deutsche Technologieindex gewann überdurchschnittlich starke 3,58 Prozent.

Euro fällt zurück

Der Euro ist derweil am Nachmittag deutlicher abgesackt und notiert aktuell unter der Marke von 1,1300 Greenback. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1291 (Montag: 1,1325) Greenback fest.

Schwächere US-Konjunkturdaten haben aber für eine leichte Gegenbewegung gesorgt. Sie bestätigen das Bild, das die US-Notenbank zuletzt gezeichnet und dazu geführt hatte, dass sie in diesem Jahr keine Zinserhöhungen mehr vornehmen wird.

So fielen die Baubeginne und Genehmigungen im Februar schwächer aus als erwartet. Der Preisauftrieb im Immobiliensektor hat sich derweil im Januar abgeschwächt. Das geht aus dem Case-Shiller-Preisindex hervor.

Wenig erbaulich auch das Verbrauchervertrauen. Der vom Convention Board erhobene Indikator zur Konsumlaune sank im Vergleich zum Vormonat um 7,Three Punkte auf 124,1 Zähler, wie das non-public Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mitteilte.

“Eine schwache Konjunktur und politische Risiken bedrohen das Wachstum der Unternehmensgewinne”, sagte Chefstratege Richard Turnill vom US-Vermögensverwalter Blackrock.

Hierzulande dürfte auch der gestern überraschend gestiegene Ifo-Geschäftsklimaindex für den März allenfalls für eine kurze Pause gesorgt haben. Die heutigen Verbraucherdaten sind schon wieder wenig euphorisch.

Pfund intestine behauptet,

Am Abend steigt das das britische Pfund auf über 1,32 US-Greenback. Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen warnte allerdings vor einem bösen Erwachen für Anleger.

“Es besteht durchaus die Gefahr, dass sich das Unterhaus morgen auf keine der Optionen einigen kann, womit ein No-Deal Brexit umso wahrscheinlicher werden würde.” Dies würde bedeuten, dass die Briten ohne konkrete Klauseln aus der EU austreten, wodurch etwa der Warenverkehr stark gestört werden könnte.

Wall Road legt zu

Auch an der New Yorker Börse geht es mit den Kursen bergauf. Der Leitindex Dow Jones steigt aktuell rund 0,5 Prozent, Rezessionsängste rücken in den Hintergrund. Allerdings konnte der Dow sein bisheriges Hoch bei 25.796 Punkten nicht halten, die Gewinne bröckeln seitdem ab.

“Die Panik hat sich wieder gelegt”, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt vom Handelshaus Raymond James. “Die Rezessionsängste von vergangener Woche waren sicher etwas übertrieben, aber sie werden wohl noch eine Weile lang in den Hinterköpfen der Anleger schlummern.”

Ölpreise erholen sich

Die Ölpreise haben am Dienstag an die Gewinne vom Wochenauftakt angeknüpft und weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend rund 0,eight Prozent mehr. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg sogar um intestine 1,6 Prozent

Die Nachfragesorgen, die in der vergangenen Woche noch belastet hatten, sind nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank etwas in den Hintergrund getreten. Zuvor hatten enttäuschende Daten aus der Industrie Rezessionsängste am Ölmarkt geschürt.

Mittlerweile richte sich der Fokus wieder stärker auf die angespannte Angebotslage, hieß es weiter in der Analyse der Commerzbank. Saudi-Arabien kürzte die Fördermenge in den vergangenen Monaten stärker als die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) gemeinsam mit verbündeten Ölstaaten wie Russland vereinbart hatte. Außerdem steht derzeit die Ölproduktion in den Opec-Staaten Iran und Venezuela wegen der US-Sanktionen und maroden Förderanlagen unter Druck. Der Goldpreis schwächte sich leicht leicht ab auf 1.314 Greenback je Feinunze.

Ab 14 Uhr schoss die Wirecard-Aktie um zeitweise bis zu 30 Prozent nach oben. Das Dax-Unternehmen veröffentlichte wesentliche Ergebnisse der externen Untersuchung der Bilanzunregelmäßigkeiten in Singapur. Nach diesen Ergebnissen gibt es laut Wirecard “keine wesentlichen Auswirkungen” auf die Konzernabschlüsse. Die Vorlage des Abschlusses für 2018 wird gleichwohl vom 4. April auf den 25. April verschoben.  | mehr

BASF erwartet schwachen Jahresauftakt

Der Chemiekonzern BASF bekommt die abflauende Konjunktur zu spüren. “Das erste Quartal ist so schwach, wie wir es erwartet hatten”, sagte Finanzchef Hans-Ulrich Engel am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Der Vorstand bestätigte damit die bereits vor einem Monat auf der Bilanzpressekonferenz gemachten entsprechenden Aussagen.

Das schwierige ökonomische Umfeld werde sich wahrscheinlich auch im zweiten Quartal fortsetzen, so der Finanzchef weiter. Im zweiten Halbjahr rechne der Konzern dann unverändert mit einer Verbesserung.

BASF rechnet 2019 insgesamt mit einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent nach einem Zuwachs von intestine zwei Prozent auf 62,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) soll um ein bis zehn Prozent zulegen, wobei eher das untere Ende dieser Spanne realistisch erscheine.

Merck will Versum feindlich übernehmen

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern aus dem Dax gab am Dienstag ein Angebot von 48 Greenback je Versum-Aktie ab – obwohl sich der Vorstand der Amerikaner sich gegen einen Kauf durch Merck sträubt.

In einem zweiten offenen Transient an die Versum-Aktionäre forderte Merck diese auf, gegen den vom Versum-Administration ausgehandelten Zusammenschluss mit dem US-Rivalen Entegris zu stimmen. Sein Angebot stelle eine Prämie von mehr als 23 Prozent gegenüber dem Wert des Entegris-Zusammenschlussangebots am Tag vor dem Begin seiner Übernahmeofferte dar. Versum werde dabei mit rund sechs Milliarden Greenback bewertet.

Das Versum-Administration hat unverändert die feste Absicht, mit dem US-Unternehmen Entegris zu fusionieren. Die Versum-Aktie steigt vorbörslich über 49 Greenback.

Telekom investiert eine Milliarde in 5G-Ausbau in Österreich

Die zur Deutschen Telekom gehörende T-Cell Austria will in den kommenden drei Jahren rund eine Milliarde Euro in den Ausbau des österreichischen 5G-Netzes stecken.

“Wir freuen uns, dass Österreich zum 5G-Pionierland innerhalb der Deutschen Telekom wird”, sagte der bei der Deutschen Telekom für das Europa-Geschäft zuständige Srini Gopalan. In den 17 Testgemeinden seien vorerst 200 Router ausgegeben worden, mehr technische Geräte stünden vorerst nicht zur Verfügung, hieß es.

Während in Deutschland die 5G-Auktion noch läuft, wurden in Österreich schon Anfang März erste Frequenzen versteigert. Insgesamt hatten sieben Bieter Nutzungsrechte im Band 3,Four bis 3,eight Gigahertz (GHz) erhalten. In die Staatskasse flossen knapp 188 Millionen Euro.

Weiterer Druck auf Bayer-Aktie

Bayer-Aktien stehen erneut unter Druck. Die Titel fielen um bis zu 3,Four Prozent auf den tiefsten Stand seit quick sieben Jahren. Mittlerweile haben sie sich mit dem gestiegenen Gesamtmarkt aber deutlich vomTief gelöst.

Seit Monatsanfang summiert sich der Abschlag trotzdem auf rund 18 Prozent. Die Furcht vor schwer kalkulierbaren Rechtsrisiken durch die Glyphosat-Prozesse in den USA um den Unkrautvernichter Glyphosat lasten auf dem Papier. Bayer drohen hohe Kosten, hunderte Verfahren sind anhängig.

EU-Parlament stimmt für EU-Urheberrechtsreform

Das Europaparlament hat die heftig umkämpfte Reform des Urheberrechts in der EU gebilligt. Das Plenum stimmte am Dienstag in Straßburg für einen Kompromiss, auf den sich Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten zuvor geeinigt hatten.

Ziel ist es, das Urheberrecht in der EU an das Zeitalter des Internets anzupassen. Dazu sollen Google, YouTube und Co. verpflichtet werden, Inhalte zu entfernen, für die sie von den Urhebern keine Lizenz erhalten haben.

Kritiker sprachen von einem schwarzen Tag für die Netzfreiheit, Befürworter sprechen von mehr Rechtssicherheit. Die betroffenen “Netzaktien” wie Alphabet oder Automobilnews reagieren unaufgeregt und legen an der New Yorker Börse sogar leicht zu.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat 2018 sein operatives Ergebnis (Funds from Operations 1, kurz FFO1) im Jahresvergleich um elf Prozent auf knapp 480 Millionen Euro verbessert können. Steigende Mieten vor allem in Berlin trugen hauptsächlich dazu bei. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Das MDax-Mitglied erhöht die Dividende von 80 auf 87 Cent je Aktie. Im laufenden Jahr soll das FFO1 auf 535 Millionen Euro weiter wachsen.  | mehr

Airbus-Aktie profitiert von Großauftrag

Die Airbus-Aktie gehört zu den stärksten Werten im MDax. Der europäische Flugzeughersteller verkauft 290 Mittelstreckenjets A320 und zehn Langstreckenjets A350 nach China. Die Vereinbarung wurde am Montag am Rande eines Staatsbesuchs von Chinas Staatschef Xi Jinping in Paris getroffen.

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex will nach einem kräftigen Umsatz- und Ergebnisrückgang 2018 nun wieder wachsen. Für das laufende Geschäftsjahr geht das TecDax-Mitglied von einem Umsatz von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro aus. Analysten haben zuletzt mit knapp drei Milliarden gerechnet. Für das Jahr 2018 hatte Nordex 2,46 Milliarden Euro ausgewiesen, ein Rückgang um intestine ein Fünftel. Für das operative Ergebnis wird eine Marge (Ebitda) von drei bis fünf Prozent prognostiziert, hieß es weiter. Im Jahr 2018 lag diese Marge bei 4,1 Prozent.  | mehr

Zooplus: Kurssturz nach Kursziel-Halbierung

Ein auf 60 Euro halbiertes Kursziel der Berenberg Financial institution für Zooplus beschert der Aktien einen Absturz um zeitweise rund zehn Prozent. Analyst James Letten stufte die Aktien des Händlers von Tierbedarf von “Halten” auf “Verkaufen” ab. Letten verwies unter anderem auf den zunehmenden Wettbewerb. Die gegenwärtige Ergebnisprognose von Zooplus räume Bedenken hinsichtlich der längerfristigen Profitabilität nicht aus. Auf längere Sicht dürfte Zooplus ein Abwandern von Käufern zu Amazon wohl nicht verhindern können.

Jost Werke verdoppeln Dividende

Die Aktien der Jost Werke sind am Dienstagmorgen stark gefragt. Der Nutzfahrzeug-Zulieferer hat einen vielversprechenden Ausblick für 2019 vorgelegt. Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sollen in diesem Jahr im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen. 2018 konnte der Konzern die Erlöse um zehn Prozent auf 755 Millionen Euro und das Ebit um 6,Three Prozent auf 81,Three Millionen Euro steigern. Die Dividende soll von 0,50 Euro für 2017 auf 1,10 Euro für 2018 erhöht werden.

Gemischte Reaktionen auf Apples neuen Streaming-Dienst

Nach Kursverlusten am Vortag greifen Anleger am Dienstag wieder nach Apple-Papieren und bescheren den Aktien an der Wall Road ein Plus von 1,Three Prozent.

Analysten äußerten sich zum neuen Streaming-Dienst aber skeptisch: “In den USA ist der Streamingmarkt bereits gesättigt und es herrscht eine gewisse Konsummüdigkeit”, erklärte Analyst Colin Gillis von der Beratungsfirma Chatham Highway Companions.

Apple will nicht nur mit dem eigenen Streaming-Dienst, sondern mit weiteren Abo-Angeboten seine Abhängigkeit vom iPhone-Geschäft verringern. Im Auftrag des Konzerns gedrehte Serien und Filme sollen ab Herbst in dem Angebot “Apple TV Plus” exklusiv verfügbar sein.

Im Herbst will Apple auch ein Spiele-Abo starten, mit dem mehr als 100 Video games nutzbar sein werden. Zunächst in den USA und Kanada gibt es zudem in der App “Apple Information Plus” für 9,99 Greenback im Monat Zugang zu 300 Magazinen und einigen Zeitungen. Im Heimatmarkt bietet Apple seinen Kunden künftig auch eine Kreditkarte an.

Der südkoreanische Technologiekonzern rechnet angesichts fallender Preise für seine Speicherchips mit einem Quartalsergebnis, das hinter den Markterwartungen zurückbleibt. Das Unternehmen verweist auch auf eine geringere Nachfrage nach seinen Shows. Konkretere Angaben zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal werden im April erwartet.  | mehr

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