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Netflix-Ausblick enttäuscht – ein wenig | Aktien Information – Information by Automobilnews.eu

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Netflix-Ausblick enttäuscht – ein wenig | Aktien Information


Stand: 17.04.2019, 07:17 Uhr

Der Streamingdienst Netflix ist in diesem Jahr einem deutlich härteren Wettbewerb ausgesetzt als zuvor. Doch Firmenchef Hastings gibt sich kämpferisch – und erhebt simply in dieser kritischen Part die Preise an. Doch das erste Quartal lief besser als gedacht.

Im ersten Quartal gewann Netflix unterm Strich im ersten Quartal 9,6 Millionen neue Bezahlabos hinzu, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Insgesamt brachte es Netflix Ende März auf knapp 149 Millionen bezahlte Mitgliedschaften.

Allerdings kamen zuletzt nur noch 1,7 Millionen neue Kunden im wichtigen US-Heimatmarkt hinzu, wo jüngst – wie auch in Deutschland – Preiserhöhungen angekündigt worden waren. Das dürfte das Nutzerwachstum im laufenden Vierteljahr spürbar bremsen.

Zweistellige Wachstumsraten

Für dieses Quartal stellte Netflix fünf Millionen neue Mitgliedschaften in Aussicht. Das wären 450.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal gewann Netflix 7,86 Millionen zahlende Abonnenten hinzu. Analysten hatten 7,14 Millionen erwartet.

Trotzdem reagierten die Anleger enttäuscht. Die Aktie rauschte kurzzeitig um 25 Greenback in die Tiefe, konnte sich aber rasch wieder erholen und notierte schließlich im nachbörslichen Handel nur noch 0,eight Prozent schwächer. Zudem hatte Netflix mit einem Kursplus von rund 34 Prozent seit Jahresbeginn einen sehr guten Lauf, so dass die Marktreaktion zunächst wenig aussagekräftig ist.

Auch geschäftlich lief es rund: Netflix steigerte die Erlöse im Auftaktquartal im Jahresvergleich um mehr als 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Greenback. Der Gewinn kletterte von 290 Millionen auf 344 Millionen Greenback. Damit wurden die Prognosen der Wall-Avenue-Analysten bei den Finanzergebnissen klar übertroffen.

Verstärkter Wettbewerb

Dennoch lässt sich nicht ignorieren, dass das Marktumfeld für Netflix ungemütlicher werden dürfte. Mit Disney und Apple blasen neue – sehr finanzstarke – Rivalen zum Angriff auf den Streaming-Marktführer. Sowohl der Micky-Maus-Konzern aus Hollywood als auch der iPhone-Riese aus dem Silicon Valley stellten jüngst Konkurrenzangebote vor, die keinen Zweifel an großen Ambitionen ließen.

Zudem bläst WarnerMedia zur Attacke, das jetzt mit seinem renommierten Bezahlsender HBO (“Sport of Thrones”) unter dem Konzerndach des Telekom-Imperiums AT&T steht. Netflix-Chef Hastings ist sich im Klaren darüber, was auf sein Unternehmen zukommt, gibt sich jedoch kämpferisch. Im Transient an die Aktionäre bezeichnete er Apple und Disney als “Weltklasse-Marken”, mit denen sich Netflix jedoch gerne messen wolle.

Mehr Inhalte, besserer Service

Er gehe nicht davon aus, dass die neuen Kontrahenten das Wachstum von Netflix wesentlich beeinträchtigen. “Wir glauben, dass wir alle weiterwachsen werden, da wir mehr in Inhalte investieren und unsere Providers verbessern”, so Hastings. Der Prime-Supervisor hatte bereits in der Vergangenheit betont, dass der Streaming-Markt groß genug für mehrere Wettbewerber sei.

lg/dpa/rtr

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