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Nach Ghosn-Festnahme stürzt Renault-Aktie ab | Aktien Information – Information by Automobilnews.eu

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Nach Ghosn-Festnahme stürzt Renault-Aktie ab | Aktien Information


Stand: 19.11.2018, 11:54 Uhr

Er gilt als einer der “Macher” der Branche. Renault-Chef Carlos Ghosn droht jetzt aber überraschend das Aus. Es geht um einen handfesten Skandal beim Renault-Companion Nissan in Japan – und natürlich mal wieder um das liebe Geld.

Denn Ghosn soll nach einem Bericht der Zeitung “Ashai” in Verdacht stehen, sein eigenes Einkommen zu niedrig angegeben zu haben. Wie der Renault-Companion Nissan am Abend Ortszeit in Tokio mitteilte, habe Ghosn zudem Firmengelder für non-public Zwecke verwendet.

Der Nissan-Verwaltungsrat, dessen Chef Ghosn ist, drängt ihn nun zum Rückzug von seinem Posten. Wie Nissan weiter mitteilte, wurde das Unternehmen durch Berichte eines Whistleblowers aufmerksam. Es werde schon seit einigen Monaten gegen Ghosn ermittelt, hieß es weiter.

Ein perfekter Skandal. Medien berichten zudem, es habe Durchsuchungen bei Nissan gegeben, zudem drohe dem Topmanager die Verhaftung wegen Verstößen gegen die Finanzmarkregeln. Ghosn sei wegen der Vorwürfe bereits verhört worden.

Dem “Macher” droht in Japan das Aus

Ghosn gehört zu den bekanntesten und charismatischsten Unternehmensführern der Branche. Der an der Renault-Spitze stehende Supervisor hat maßgeblich die Allianz zwischen den Franzosen und den japanischen Konzernen Nissan und Mitsubishi geschmiedet. Damit spielt er in der gleichen Liga wie die beiden Branchengrößen Toyota und Volkswagen.

Ghosn struggle im vergangenen Jahr als Vorstandschef von Nissan zurückgetreten, um sich mehr um Renault und Mitsubishi kümmern zu können. Jetzt droht ihm das Aus seiner Karriere in Japan. Sein Verdienst ist es, mit deutlichen Kostensenkungen Nissan wieder in die Erfolgsspur geführt zu haben. Bei Renault ist er auch als “value killer” bekannt.

Renault-Aktie stürzt ab

An der Börse sendet die Verhaftung Schockwellen aus. Das Renault-Papier fällt am Mittag (MEZ) um quick 14 Prozent dramatisch und steht so tief wie seit 2014 nicht mehr. Weit mehr als zehn Milliarden Euro Börsenkapitalisierung sind damit bisher vernichtet worden.

rm/dpa/rtr

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