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Nach dem Brexit-Chaos ist vor dem Brexit-Chaos | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Nach dem Brexit-Chaos ist vor dem Brexit-Chaos | Marktberichte


Stand: 28.03.2019, 09:30 Uhr

Die unklare Entwicklung im Ringen um den Austritt Großbritanniens aus der EU verhindert auch heute die ganz großen Kursgewinne im Dax. Immerhin entwickelt er sich etwas dynamischer als zunächst erwartet.

In der ersten halben Handelsstunde verbucht der Dax Kursgewinne um bis zu 0,Four Prozent auf 11.466 Punkte, nachdem es zunächst nach einem deutlich verhalteneren Beginn ausgesehen hatte. Die Privatbank Donner & Reuschel sieht den Index aktuell ohne klaren Development. “Der Dax befindet sich chart- wie markttechnisch im Niemandsland – passend zur Scenario in Großbritannien”, so Chartanalyst Martin Utschneider. Eine “Reaktivierung des kurzfristigen Aufwärtstrends” seit Dezember gelänge erst mit Kursen über 11.600 Punkten, so Utschneider.

Brexit und kein Ende

Das britische Unterhaus stimmte gestern Abend gegen alle acht vorgelegten Alternativen für das weitere Vorgehen. Vor dem Votum hatte Premierministerin Theresa Could ihren Rücktritt angeboten für den Fall, dass ihr bereits zwei Mal abgelehntes Abkommen mit der EU doch noch angenommen werde. Wer glaubt, dass es nicht noch absurder geht, wird jeden Tag eines Besseren belehrt.

Japan und Euro im Blick

An der Börse in Tokio ging es deutlich nach unten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 1,6 Prozent auf 21.033 Punkte. Am Devisenmarkt hält sich der Euro seit gestern Abend nur wenig bewegt im Bereich von 1,1250 US-Greenback auf.

Kursverluste an Wall Road und Nasdaq

An den amerikanischen Börsen ging es gestern aus Furcht vor einer weiteren Abkühlung abwärts. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent tiefer auf 25.625 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,5 Prozent auf 2.805 Zähler. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,6 Prozent auf 7.643 Punkte nach.

Warnung vom Rentenmarkt

Bauchschmerzen bereitete Investoren erneut die Entwicklung am Anleihemarkt. Dort bieten dreimonatige US-Bonds weiterhin eine höhere Verzinsung als zehnjährige. An der Börse gilt das als Sign einer nahenden Rezession. Nach Einschätzung von Supervisor Paul O’Connor vom Vermögensverwalter Janus Henderson sind die Ängste vor dieser sogenannten inversen Zinskurve überzogen. “Ich glaube nicht, dass der Anleihemarkt mehr über die Weltwirtschaft weiß als der Relaxation”, sagte er.

Bayer-Aktie bricht weiter ein

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen weiteren wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto verloren. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco urteilte am Mittwoch, dass Monsanto für Krebsrisiken des Unkrautvernichtungsmittels Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar ist und dem Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von mehr als 80 Millionen Greenback zahlen muss. Die Bayer-Aktie fällt im frühen Handel auf Tradegate weiter um rund drei Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2012.

Deutsche Financial institution will noch mehr sparen

Die Deutsche Financial institution erwägt einem Medienbericht zufolge nach einem schwachen Auftaktquartal weitere Einsparungen. “Der Vorstand prüft mit Blick auf die Entwicklungen im ersten Quartal, ob die bisherigen Sparpläne ausreichen”, zitiert das “Handelsblatt” aus Finanzkreisen. Es werde auch geprüft, ob weitere Anpassungen des Geschäftsmodells nötig seien. Der Grund für die intensiveren Sparanstrengungen sei der schwache Geschäftsverlauf im ersten Quartal. Vor allem das Investmentbanking steche negativ hervor.

Daimler bringt seine Kleinwagenmarke Good in ein Gemeinschaftsunternehmen mit seinem chinesischen Großaktionär Geely ein. Die nächste Technology des Kleinwagens soll schon in einer neuen, eigens dafür gebauten Fabrik in China produziert werden, teilten Daimler und Geely am Donnerstag mit. Die neuen Modelle sollen rein elektrisch fahren und von 2022 an auf den Markt kommen. Am bisherigen Good-Produktionsort in Hambach werden künftig Kompaktwagen von Daimlers neuer Elektromarke EQ produziert.  | mehr

Zu viele Hochtief-Aktien im Angebot

Die Aktien des Baukonzerns Hochtief stehen erheblich unter Druck. Händler verwiesen darauf, dass sich der Großaktionär Atlantia von einem Drittel seiner Beteiligung trenne. Der Anteil des italienischen Autobahnbetreibers sinke dadurch von 24 auf 16 Prozent. Die US-Investmentbank Goldman Sachs habe im Auftrag von Atlantia 4,35 Millionen Hochtief-Aktien zu einem Preis von 131 Euro je Anteilsschein bei institutionellen Anlegern platziert.

Condor bietet sich der Lufthansa an

Condor-Chef Ralf Teckentrup kann sich eine Übernahme seiner Fluggesellschaft durch die deutsche Lufthansa vorstellen. “Wir fliegen im kommenden Winter von Frankfurt aus mit 16 Maschinen. Das würde zur Lufthansa passen”, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. “Wenn die Lufthansa Interesse hat, sollte sie sich bei unserer Muttergesellschaft Thomas Prepare dinner melden, die sich überlegt, die Airways des Konzerns zu verkaufen.”

SMA schockt die Anleger

Der mit Abstand größte Verlierer im SDax ist die SMA-Aktie. Der Solarkonzern hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 175,5 Millionen Euro gemacht. 2017 standen noch 30,1 Millionen Euro Gewinn zu Buche. Der Umsatz ging von 891 auf 761 Millionen Euro zurück. Für das laufende Jahr ist das Unternehmen aber optimistischer. Der Umsatz soll auf 800 bis 880 Millionen Euro zulegen.

Pfeiffer Vacuum: Neues Jahr läuft schwach

Der Vakuumpumpenspezialist Pfeiffer Vacuum ist 2019 nicht optimum gestartet. Sowohl Umsatz als auch Auftragseingang haben sich in den ersten Monaten im Vergleich zum starken Vorjahr abgeschwächt. Für 2019 rechnet Pfeiffer daher mit geringeren Wachstumsraten. Genauere Prognosen soll es im Mai im Zuge der Hauptversammlung geben. Für 2018 erhöhte das Administration nach kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis die Dividende. Die Aktionäre sollen für 2018 professional Anteilsschein 2,30 Euro erhalten, nach 2,00 Euro im Vorjahr.

Der Immobilienkonzern aus dem MDax wartet mit guten Geschäftszahlen auf. Der Spezialist für Gewerbeimmobilien hat seine Mieteinnahmen und den Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Die in der Branche wichtige Gewinngröße FFO kletterte um 38 Prozent auf 406 Millionen Euro, die Mieteinnahmen stiegen um 41 Prozent auf 633 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen von diesem Gewinnsprung ebenfalls profitieren: Für 2018 ist eine Dividende von 25 Cent je Aktie geplant, neun Prozent mehr als im vorigen Jahr.  | mehr

Der Telekommunikationsanbieter und Internetdienstleister United Web will die Dividende im Falle der Ersteigerung von Mobilfunkfrequenzen zusammenstreichen. Sollte die Tochter 1&1 Drillisch, die derzeit um Frequenzen für den kommenden Mobilfunkstandard 5G mitbietet, auch tatsächlich Lizenzen erhalten, soll die Ausschüttung von United Web von 80 Cent auf 5 Cent gekappt werden. Auch bei 1&1 Drillisch würde die Dividende in diesem Fall von 1,60 Euro auf 5 Cent gekürzt.

Im vergangenen Jahr legte der Erlös inklusive der Drillisch-Übernahme um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis kletterte auf vergleichbarer Foundation um 10,5 Prozent. Die Übernahmen eingerechnet warfare es ein Plus von 22,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.  | mehr

Evotec hat große Ziele

Evotec-Aktien sind an der Börse überdurchschnittlich gefragt. Das Biotech-Unternehmen will 2019 die Erlöse aus Verträgen mit Kunden um etwa zehn Prozent steigern. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll im gleichen Maß zulegen. Dabei sprach Evotec bereits von einem “sehr guten Begin” in das neue Jahr. Im vergangenen Jahr zog der Umsatz um 42 Prozent auf 375 Millionen Euro an. Das bereinigte Ebitda verbesserte sich um 67 Prozent auf 95,5 Millionen Euro.

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