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Missbrauchsfall in Lügde : Vorbestrafter Polizist wird überprüft – Information by Automobilnews.eu

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Missbrauchsfall in Lügde : Vorbestrafter Polizist wird überprüft


Im Fall Lügde ist ein pikantes Element bekannt geworden: Bei der Polizei in Lippe arbeitet ein wegen Kinderpornografie verurteilter Polizist. Hatte er Zugang zu Beweismitteln?

Im Polizei-Skandal von Lügde ist erneut ein pikantes Element bekannt geworden. Das Innenministerium bestätigte am Samstag (09.03.2019) gegenüber dem WDR, dass es bei der Polizei im Kreis Lippe einen Beamten gibt, der vorbestraft ist – wegen des Besitzes und Beschaffens von Kinderpornografie. Offenbar ist der Sonderermittler des Landeskriminalamts (LKA) auf den Fall gestoßen.

Im Jahr 2011 sei der Polizist verurteilt worden, heißt es aus dem NRW-Innenministerium. Er sei aber nicht aus dem Polizeidienst entlassen, sondern degradiert und nach Lippe versetzt worden. Dort arbeite er nach wie vor. Laut Ministerium ist der Mann nicht in die Ermittlungen zum Missbrauchsfall eingebunden.

Hatte Polizist Zugang zu Beweismitteln?

Wo genau in Lippe der Polizist tätig ist, dazu äußerte sich das Innenministerium nicht. Auch die Staatsanwaltschaft machte dazu keine Angaben. Peter Wüller, Anwalt von vier Opfern im Missbrauchsskandal von Lügde, hingegen sagte dem WDR, der Polizist sei in Detmold tätig – und zwar genau in dem Gebäude, in dem die Ermittlungen zu den Missbrauchsfällen gelaufen seien. Dies wisse er aus “sehr sicherer Quelle”, betonte Wüller.

Unlängst struggle aus den Räumen der Polizei in Detmold ein Koffer und eine Mappe mit über 150 CDs und DVDs verschwunden. Hierbei handelt es sich um Beweismittel, auf denen möglicherweise der Missbrauch von Kindern zu sehen ist. Wie sie abhanden kommen konnten, ist bis heute unklar.

Mehr als ein Geschmäckle

Dass vor Ort ein Polizeibeamter tätig struggle, der wegen Besitzes von kinderpornografischem Materials einschlägig vorbelastet ist, habe “nicht nur ein Geschmäckle”. Das dürfe einfach nicht sein, sagte Wüller.

Auch dem NRW-Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei, Michael Mertens, fällt es schwer, das zu erklären. Im Gespräch mit dem WDR sagte er, wenn ein Beamter wegen Sexualdelikten vorbestraft sei, müsse sichergestellt sein, dass er nicht an Ermittlungsdaten oder Beweise komme. “Es ist Verpflichtung des Dienstherrn, das sicherzustellen und das zu regeln.” Im Fall Lügde sei allerdings einiges nicht so gelaufen, wie es sollte.

Die Kreispolizei Lippe will sich am Montag (11.03.2019) zu dem Fall äußern. Nach den bisherigen Ermittlungen sollen auf dem Campingplatz in Lügde seit 2008 mindestens 31 Kinder zwischen vier und 13 Jahren in mehr als 1.00zero Fällen sexuell missbraucht worden sein.

Quelle: wdr.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. März 2019 um 12:00 Uhr.

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