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Jetzt wird es gefährlich für den Dax | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Jetzt wird es gefährlich für den Dax | Marktberichte


Stand: 06.12.2018, 11:50 Uhr

Für Aktionäre ist das heute ein richtig mieser Handelstag. Der Dax bricht auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren ein. Nun notiert er bei unter 11.000 Punkten.

Das bisherige Tagestief lag sogar bei 10.884 Punkten. “Charttechnisch betrachtet, kämpft der Index mit der psychologisch wichtigen Chartmarke bei 11.000 Punkten”, hieß es von IG Markets. Und weiter: “Um einer möglichen Bärenfalle zu begegnen, sollte man jedoch eventuell auf den Wochenschlusskurs warten. Notiert dieser sodann weiterhin unterhalb der wichtigen Zone, wäre es ein mögliches Sign für den Beginn eines ausgewachsenen Bärenmarktes.”

Das rechnerische Ziel aus der jüngst aktivierten Schulter-Kopf-Schulter-Formation liege bei 10.100 Punkten, erinnerte Chartanalyst Martin Utschneider in seinem Morgenkommentar. Mit Blick auf die Indikatoren sieht er den deutschen Leitindex nach dem jüngsten Rutsch noch nicht überverkauft.

Der Nikkei-Index verlor heute ebenfalls stark an Boden. Der japanische Leitindex brach um 1,9 Prozent auf 21.501 Punkte ein. Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei belastete allgemein die Märkte in Asien. “Mit der Verhaftung stehen neue Fragezeichen hinter den Handelsgesprächen zwischen den USA und China”, sagte Portfolio-Supervisor Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Companions.

“Anleger nehmen Reißaus. Zu unsicher ist die aktuelle Gemengelage. Zu diversen geopolitischen Konfliktherden wie u.a. Handelsstreit, Brexit und italienischer Haushalt gesellen sich nun noch sich zusehends eintrübende Konjunkturaussichten”, hieß es von Marktanalyst Gregor Kuhn.

Zuletzt warfen einige Anleihen mit kurzen Laufzeiten in den USA mehr Rendite ab, als solche mit langen Laufzeiten, was als ein Hinweis für eine nahende Rezession gilt.

Constructive Nachrichten verpuffen. Die deutsche Industrie hat im Oktober den dritten Monat in Folge einen Auftragszuwachs verbuchen können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug die Steigerung 0,three Prozent gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 0,four Prozent erwartet. Der Euro schwankt um die Marke von 1,1330 US-Greenback.

Vor dem Opec-Treffen

Die Ölpreise geben vor Opec-Treffen in Wien kräftig nach. Brent liegt bei 59,15 und WTI bei 50,87 Greenback. In der österreichischen Hauptstadt treffen sich die Energieminister des Öl-Kartelles, um über ihre Förderung im kommenden Jahr zu beratschlagen. Angesichts des Einbruchs der Erdölpreise wäre alles andere als eine spürbare Förderkürzung eine Überraschung. Seit Anfang Oktober sind die Ölpreise um bis zu 30 Prozent gefallen.

Änderungen in Indizes angekündigt

Der Medizintechnik-Hersteller Carl Zeiss Meditec stiegt in den MDax auf. Der Börsenneuling Knorr-Bremse kommt in den SDax. Der Bremsen-Spezialist schaffte damit nicht den direkten Sprung in den MDax. Aus dem MDax steigt der Ticketvermarkter CTS Eventim in den SDax ab. Dort wird auch der Batteriehersteller Varta aufgenommen. Die Aktien von Baywa und von DMG Mori müssen weichen. Im Dax und TecDax gibt es keine Änderungen. Die Änderungen werden zum 27. Dezember umgesetzt.

VW leidet unter China

Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw ist auch im November vom weiter schwachen Markt in China gebremst worden. VW lieferte weltweit 564.500 Fahrzeuge aus und damit fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Vor allem der chinesische Markt belastete mit einem Minus von acht Prozent. Der Automarkt in dem Land habe infolge des Handelsstreits zwischen den USA und China mit der Zurückhaltung der Autokäufer zu kämpfen, hieß es.

Daimler verkauft mehr Autos

Daimler auch im November seine Verkaufszahlen steigern können. Das Plus lag bei der Stammmarke Mercedes-Benz bei 1,5 Prozent auf 198.545 Autos. Die Kleinwagenmarke Good lag mit knapp 11.000 Fahrzeugen allerdings 6,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Zwei Commerzbank-Vorstände gehen

Die Commerzbank besetzt in den kommenden Monaten gleich zwei Vorstandsposten neu. Firmenkundenchef Michael Reuther möchte seinen bis September 2019 laufenden Vertrag nicht verlängern, teilte die Financial institution mit. Der für das operative Geschäft zuständige Frank Annuscheit, der auch die Verantwortung für die IT hat, scheidet aus gesundheitlichen Gründen Ende Februar aus.

Covestro: UBS senkt den Daumen

Als ob die Anleger des Chemiekonzerns Covestro in diesem Jahr nicht schon genug gelitten hätten, stuft jetzt auch die UBS ihre Einschätzung für das Leverkusener Unternehmen herab, von “Purchase” auf “Impartial”. Das Kursziel wurde von 65 auf 51 Euro gesenkt. Ein mittelfristig hohes Angebot in allen Produktketten des Spezialchemiekonzerns halte den Zuwachs beim operativen Ergebnis (Ebitda) zurück, meint Analyst Geoff Haire. Die Wahrscheinlichkeit für weitere Ausschüttungen von Barmitteln sei gering.

Für Deutschlands größten Immobilienkonzern Vonovia laufen die Geschäfte dank steigender Mieten in den Metropolen und seiner jüngsten Zukäufe weiter intestine. Bei dem erst vor kurzem angehobenen Jahresziel für das operative Ergebnis (FFO 1) sieht sich der Dax-Konzern auf Kurs und will 2019 noch mehr verdienen. Dazu beitragen sollen auch höhere Mieteinnahmen. Diese sollen künftig aber nicht mehr vor allem aus Umlagen im Zuge von Modernisierungen in Deutschland, sondern aus Neubau und den zugekauften Wohnungen in Schweden kommen.  | mehr

Großauftrag hilft Vossloh-Aktie

Der Aktienkurs des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh springt nach oben. Das SDax-Mitglied hat einem Großauftrag aus China erhalten. Mit einem Auftragsvolumen von rund 20 Millionen Euro für Schienenbefestigungssysteme für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Weifang und Laixi sei die dritte große Order aus China im laufenden Jahr eingegangen, hatte der Konzern zuvor mitgeteilt.

SGL-Aktie bricht ein

Der Aktienkurs des Kohlefaserspezialisten SGL Group bricht prozentual zweistellig ein. Grund ist der am Mittwochabend vorgelegt neue Fünfjahresplan. Analysten bemängeln das Ziel eines in etwa stabilen operativen Ergebnisses für das kommende Jahr.

Steinhoff verschiebt erneut

Der krisengeschüttelte deutsch-südafrikanische Möbelhändler Steinhoff verschiebt die Vorlage seiner testierten Bilanz erneut. Steinhoff begründete dies damit, dass die vom Unternehmen wegen Unregelmäßigkeiten bei der Bilanz angeheuerten Prüfer von PwC ihre Untersuchung nicht vor Ende Februar 2019 abgeschlossen haben werden. Deshalb werde Steinhoff voraussichtlich erst Mitte April 2019 seine testierten Bilanzen für die jeweils Ende September abgelaufenen Geschäftsjahre 2017 und 2018 vorlegen.

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