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Innovationstreiber der Wasserstoff-Technologie für eine nachhaltige, CO2-freie Mobilität von morgen – Auto Information by Automobilnews.eu

Innovationstreiber der Wasserstoff-Technologie für eine nachhaltige, CO2-freie Mobilität von morgen


++ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und BMW Group
Vorstandsmitglied Dr. Andreas Wendt überzeugten sich von der
Kompetenz des Landshuter Leichtbau- und Technologiezentrums bei der
Komponentenfertigung für den Wasserstoffantrieb


+++ Innnovationskraft und Industrialisierungskompetenz kommt
ab 2022 in Kleinserie BMW i Hydrogen NEXT zum Tragen



Landshut.
Die Entwicklung CO2-freier
Antriebsformen hat bei der BMW Group hohe Priorität. Dabei können im
Zuge der zunehmenden E-Mobilität auch Wasserstoff-Fahrzeuge eine
wichtige Rolle spielen und langfristig eine weitere Choice werden.
Wasserstoff-Fahrzeuge verfügen wie Elektrofahrzeuge über einen
elektrischen Antrieb. Die benötigte Energie beziehen sie jedoch nicht
aus Hochvoltbatterien, sondern produzieren diese direkt an Bord aus
Wasserstoff. Der Einsatz von innovativer Wasserstoff-Technologie kann
so dazu beitragen, die Dekarbonisierung weiter voranzutreiben.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Landshuter Leichtbau- und
Technologiezentrum (LuTZ), indem es für den BMW i Hydrogen NEXT ab
2022 wesentliche Komponenten des Wasserstoffantriebs fertigen und für
die weitere Montage des Brennstoffzellensystems in München
bereitstellen wird. Von der ausgeprägten Improvements- und
Industrialisierungskompetenz des Unternehmens im Bereich Wasserstoff
überzeugten sich heute Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und
BMW Group Vorstandsmitglied Dr. Andreas Wendt im Rahmen eines
„Technologietags Wasserstoff“.

„Ich bin überzeugt, dass sich die Wasserstofftechnologie durchsetzen
wird. Und ich setze mich dafür ein, dass Bayern zum Hightech-Standort
in der Wasserstofftechnologie wird. Das ist eine konstruktive Antwort
auf die Klimadebatte,“ sagte Hubert Aiwanger, stellvertretender
Ministerpräsident von Bayern und Staatsminister für Wirtschaft,
Landesentwicklung und Energie, anlässlich des Besuchs im
niederbayerischen Komponentenwerk Landshut. „Jetzt geht es darum, die
Wasserstoffinfrastruktur nationwide und worldwide gezielt
aufzubauen, von der Produktion bis zur Anwendung.“

„Hier in unserem Leichtbau- und Technologiezentrum entstehen
entscheidende Innovationen für die Mobilität der Zukunft,“ sagte Dr.
Andreas Wendt, Vorstand der BMW AG für Einkauf und
Lieferantennetzwerk. „Wir entwickeln hier hochkomplexe Bauteile, die
maßgeschneidert auf die Anforderungen unserer Vehicle passen. So
trägt der Standort wesentlich zur Transformation des Unternehmens hin
zur E-Mobilität bei. Unsere hauseigene Komponentenfertigung in
Landshut hat dabei mehr denn je die Rolle eines Innovationstreibers inne.“

Zweite Era des BMW i Hydrogen NEXT ab Ende 2022 in Kleinserie

Wasserstoffelektrische Fahrzeuge produzieren die benötigte
elektrische Energie direkt an Bord aus Wasserstoff und bieten einige
Vorteile. Sie eignen sich am besten für Kunden, die häufig Langstrecke
fahren, eine hohe Flexibilität benötigen oder keinen regelmäßigen
Zugang zu elektrischer Ladeinfrastruktur haben. Die Betankung erfolgt
ähnlich wie mit herkömmlichen Kraftstoffen in wenigen Minuten. Mit
regenerativ erzeugtem Wasserstoff betriebene Fahrzeuge können einen
wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.

Mit dem BMW i Hydrogen NEXT wird die BMW Group ab 2022 eine
Kleinserie auf Foundation des aktuellen BMW X5 pilotieren, die mit einem
Wasserstoff-Brennstoffzellen-E-Antrieb ausgestattet ist und somit nur
Wasserdampf ausstößt. Für die Entwicklung des Fahrzeugs nutzt die BMW
Group ihre Erfahrung aus der fünften Era an E-Antrieben.

Derzeit sind die Voraussetzungen noch nicht gegeben, um Kunden der
BMW Group ein Wasserstoff-Fahrzeug anbieten zu können. Insbesondere
bei der Infrastruktur für die Wasserstoff-Betankung, als auch bei den
Voraussetzungen im gesamten Energiesystem, in dem grüner Wasserstoff
in relevanten Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen für die
individuelle Mobilität produziert werden muss, ist noch weiteres
Engagement nötig.

In Deutschland, der EU und weiteren wichtigen Weltregionen hat die
Politik die Bedeutung des grünen Wasserstoffs für das Energiesystem
der Zukunft erkannt. Die Europäische Union hat mit dem „Inexperienced
Deal” die Wasserstoff-Technologie in den Fokus genommen. Die BMW
Group begrüßt diese Aktivitäten. Auch wichtige asiatische Märkte wie
Japan, Korea und China zeigen ein hohes Interesse daran, eine
Infrastruktur für Wasserstoff-Fahrzeuge aufzubauen. Die
Rahmenbedingungen für Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge werden
sich dementsprechend weltweit unterschiedlich entwickeln.

Hoch revolutionary Komponenten aus Landshut für das
Brennstoffzellensystem

Für das Brennstoffzellensystem des BMW i Hydrogen NEXT ab 2022 laufen
in Landshut bereits die Vorbereitungen. Für die Kleinserie wird der
niederbayerische Produktionsstandort hoch revolutionary Komponenten für
die Brennstoffzellenmontage fertigen: das so genannte Stack-Gehäuse
aus Leichtmetall, in dem die Brennstoffzellen sitzen, sowie die
Mediendruckplatte. Diese besteht aus Kunststoff- und
Leichtmetallgussteilen und dient als luft- und wasserdichter
Verschluss des Stack-Gehäuses. Durch die Mediendruckplatte werden in
das Gehäuse die „Medien“ Wasserstoff-, Sauerstoff und Kühlmittel
eingeschleust, um die chemische Reaktion in den Brennstoffzellen zu
initiieren. Die komplexen Bauteile sind spezifisch auf den dauerhaften
Kontakt mit Wasserstoff ausgelegt.

„Mit dem Leichtbau- und Technologiezentrum hier am Standort haben wir
einen echten Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Wir haben
Improvements- und Industrialisierungs-Kompetenz, können strategisch
wichtige Neuheiten selbst entwickeln und gleichzeitig externe Accomplice
und Lieferanten verlässlich beurteilen“, sagte Dr. Wolfgang
Blümlhuber, Einkauf und Lieferantennetzwerk der BMW AG, Bereichsleiter
Technologie Fahrdynamik und Leichtmetallguss. „In der technologischen
Transformation ist Erfolg kein Selbstläufer. Mut, Pioniergeist und ein
langfristiger Kompetenzumbau sind auch in der Vergangenheit schon Teil
unseres Erfolgsgeheimnisses gewesen – und dabei spielen unsere hoch
qualifizierten und veränderungsbereiten Mitarbeiter eine
Schlüsselrolle“, so der Betriebsratsvorsitzende des BMW Group Werks
Landshut, Willibald Löw.

Das Brennstoffzellensystem des BMW i Hydrogen NEXT

Im Antriebsstrang erzeugt das Brennstoffzellensystem des BMW i
Hydrogen NEXT, das kontinuierlich mit Wasserstoff aus CFK-Tanks
gespeist wird, bis zu 125 kW elektrische Leistung für den
Elektromotor, der auf der Hinterachse sitzt. Der zugrundeliegende
Mechanismus ist dabei eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und
Sauerstoff, deren einziges Reaktionsprodukt Wasser ist. Zwei
700-bar-Tanks, die zusammen sechs Kilogramm Wasserstoff fassen,
garantieren große Reichweiten bei allen Wetterbedingungen – bei einer
Tankdauer von nur drei bis vier Minuten.

Beim Elektromotor des BMW i Hydrogen NEXT handelt es sich um den
hochintegrierten E-Antrieb der fünften Era, der erstmalig im
BMW iX3 zum Einsatz kam. Die Hochvoltbatterie, die oberhalb des
E-Antriebs sitzt, dient als Leistungspuffer und sorgt beim
Beschleunigen für zusätzliche Dynamik. Die Antriebssystemleistung
beträgt insgesamt 275 kW (374 PS).

Über 40 Jahre Erfahrung mit Wasserstoff-Technologie

Die BMW Group hat über 40 Jahre Erfahrung mit der
Wasserstoff-Technologie und mehr als 20 Jahre im Bereich der
Brennstoffzellen-Technologie: In München erfolgt die Entwicklung der
Technologie und des BMW i Hydrogen NEXT. Auch für den Standort
Landshut ist das Thema Wasserstoff nicht neu. Bereits im Jahr 2000 hat
das Werk Landshut den BMW Hydrogen 7, den damaligen Technologieträger
mit Wasserstoffverbrennungsmotor, mit Guss-Komponenten aus Sandguss
ausgestattet. „Das Werk Landshut steht für Innovationskraft aus
Niederbayern“, betonte der Leiter des BMW Group Standorts Landshut,
Dr. Stefan Kasperowski. „Mit den aktuellen Innovationen für
different, CO2-freie Antriebsformen gibt die BMW Group
erneut ein klares Bekenntnis zum Standort ab.“ Der Standort Landshut
verfügt als weltweit größtes Komponentenwerk der BMW Group über sechs
unterschiedliche Technologien und konzentriert im Leichtbau- und
Technologiezentrum technologieübergreifende Vorentwicklungskompetenz.

Darüber hinaus setzt die BMW Group bereits heute schon dort
Wasserstoffbrenn-stoffzellentechnologie ein, wo es sinnvoll ist: Eine
Flotte von derzeit mehreren hundert Flurförderzeugen mit
Brennstoffzellenantrieb in der Logistik der Automobilwerke Spartanburg
und Leipzig wird sukzessive weiter ausgebaut.

/firm/bmw-group/

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