P90375476-mini-cooper-se-11-19-2248px.jpg
GENERAL

Im MINI Cooper SE vom Silicon Valley nach Hollywood. – Auto Information by Automobilnews.eu

Bild

Im MINI Cooper SE vom Silicon Valley nach Hollywood.


München/San Francisco. Das Silicon Valley, Heimat der
Digital-Giganten Google, Apple und Automobilnews, ist Innovationszentrum
und Zukunftsschmiede der Welt. Wäre der erste vollelektrische
Kleinwagen für das Premium-Section nicht in München erdacht worden, er
wäre wohl hier entstanden.

Wir starten mit dem MINI Cooper SE (Kraftstoffverbrauch kombiniert:
0,0 l/100 km; Stromverbrauch kombiniert: 16,8 – 14,8 kWh/100 km;
CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km) im Golden Gate Park
nördlich von San Francisco und überqueren die berühmte Golden Gate
Bridge. Der Kofferraum ist bepackt mit Weekender-Taschen, die
Hochvoltbatterie ist geladen. Der rein elektrische MINI Cooper SE hat
dasselbe Kofferraumvolumen wie der konventionell angetriebene MINI
3-Türer (211 – 731 Liter). Das ist auch der auffälligste Unterschied
zum ersten elektrischen MINI, dem MINI E von 2008, der ein reiner
Zweisitzer struggle. Im aktuellen Serienmodell sind die Batterien unter den
Passagieren verbaut. Das senkt den Schwerpunkt nochmals deutlich und
unterstreicht das legendäre Gokart-Feeling, das jeden MINI ausmacht.

Die bekannten Cable-Vehicles erinnern uns an die Elektromobilität
vergangener Jahrhunderte, während wir die steilen Straßen zur
Rekuperation nutzen und quasi nebenbei unsere Reichweite erhöhen. Hier
kommt das One-Pedal-Feeling des MINI Cooper SE voll zum Tragen – ohne
auch nur an das Bremspedal zu denken, verzögern wir einfach, indem das
Fahrpedal sanft gelupft wird und der E-Motor im Schubbetrieb als
Generator die Lithium-Ionen-Akkus lädt.

Nur wenige Blocks vom Freeway Quantity One entfernt liegt die Lombard
Avenue, mit ihren acht engen Haarnadelkurven die wohl verbogenste
Straße der Welt. Aufgrund ihres Gefälles von 27 Prozent ist die sehr
steile, einspurige Einbahnstraße nur abwärts und mit maximal 5 mph
(8 km/h) befahrbar. Bullitt (Steve McQueen, 1968) ist zwar seinerzeit
– in der wohl berühmtesten Verfolgungsjagd der Kinogeschichte – eine
andere Straße San Franciscos hinuntergeflogen. Doch wir sind hier
tatsächlich nur wenige Auto-Minuten von Brisbane entfernt, wo damals
die Auto-Jagd in einer Tankstelle böse endete.

San Francisco – Monterey.

Auf der Fahrt weiter südwärts trennt uns bald das Küstengebirge von
Palo Alto, Cupertino und dem Relaxation des Silicon Valley. Wir schalten den
MINI Cooper SE in den Inexperienced+ Modus und lassen bei geöffneten Fenstern
die Pazifikbrise herein. Mit den monumentalen Redwoods zur Linken
setzen wir den Tempomat auf eine angemessene Geschwindigkeit, deutlich
unter den maximal möglichen 150 km/h. Angenehme 22 Grad Celsius machen
sich in der Kabine breit und wir genießen die stille Artwork des Cruisens
im 21. Jahrhundert.

Als wir uns Santa Cruz nähern und kurz auf ein Sandwich beim
legendären „The Picnic Basket“ (125 Seashore St.) halten, ist noch viel
Akkuladung an Bord. Wir werden die Batterie erst in Monterey wieder
aufladen, nach 188 Kilometern Wegstrecke, jedoch mehr aus
Bequemlichkeit, denn dann werden wir erst rund zwei Drittel der
Batteriekapazität aufgebraucht haben. Laden über Nacht ist an der
Haushaltssteckdose im MINI Cooper SE ebenso möglich wie an der Wallbox
oder per Schnellladung mit Gleichstrom bei einer Leistung von bis zu 50 kW.

Monterey – Cambria.

Nur wenige Kilometer südlich von Monterey erreichen wir Large Sur und
die bekannte Bixby Creek Bridge. Nun folgt ein einsamer und nur dünn
besiedelter Streckenabschnitt entlang quick unberührter Küste. Die
Unaufdringlichkeit des MINI Cooper SE scheint hier angemessen – die
steilen Santa-Lucia-Berge, an deren Fuß der wilde Pazifik nagt, sind
Heimat des seltenen Kalifornischen Kondors. Der Pacific Freeway
schrumpft zur schmalen, zweispurigen Straße, die sich durch imposante
Felsen schneidet. Wegen der steilen Topographie forderte der letzte
der hier häufigen Erdrutsche Tribut – der Freeway struggle erst kürzlich
über ein Jahr lang gesperrt.

Als wir Large Sur hinter uns lassen und Cambria erreichen, könnte der
Kontrast nicht größer sein – ein heimeliger Schlupfwinkel mit
alt-englischer Architektur (inklusive Schloss), sanften Pinienhainen
und dem Moonstone Seashore. Dem Kinopublikum ist der Ort als Canaima aus
dem Movie „Arachnophobia“ (1990) bekannt. Von Reichweitenphobie sind
wir an dieser Stelle mit 40 Prozent Kapazität aber weit entfernt und
laden einmal mehr aus reiner Bequemlichkeit nach.

Der MINI Cooper SE versöhnt auf seine Artwork die Anfänge der Mobilität
mit ihrer Zukunft: Er ist flink, agil und macht einfach Spaß wie schon
das unkonventionelle Unique vor mittlerweile 60 Jahren. Dabei ist er
für einen längeren Highway-Journey wesentlich praktischer, und er wuselt
sich durchs urbane Gedrängel genauso gerne, wie er lautlos durch
berauschende Natur huscht.

Cambria – Santa Barbara.

Weiter südlich Richtung Santa Barbara erreichen wir die „American
Riviera“, die Koniferen weichen Palmen. Erneut aktivieren wir den
Tempomat und verbinden bei offenen Fenstern die Playlist unseres
Smartphones mit der HiFi-Anlage, um mit dem richtigen Groove Moro Bay
anzusteuern. Hier gönnen wir uns Kaliforniens Surfers Spirit und eine
der köstlichen Kaffee-Kreationen im „Prime Canine“ (857 Fundamental Avenue).

Unter ordentlichem Koffein-Einfluss nutzen wir die augenblickliche
Beschleunigung des 135 kW/184 PS starken E-Motors und seine
kontinuierliche Kraftentfaltung. Im Vergleich zum nur wenig stärkeren,
konventionell motorisierten Bruder, dem MINI Cooper S
(Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,4 – 6,1 l/100 km;
CO2-Emissionen kombiniert: 147 – 139 g/km), liefert der
elektrische MINI Cooper SE eine ganz neue Artwork Fahrerlebnis: Ohne
wahrnehmbare Vibration katapultieren uns die maximalen 270 Nm
Drehmoment in nur 7,Three Sekunden auf Tempo 100. Die stärkere
Rekuperationsstufe – die automatisch ab Begin aktiviert ist –, der
tiefere Schwerpunkt, das auf den E-Antrieb abgestimmte Fahrwerk und
nicht zuletzt die optimierte Traktionskontrolle ermöglichen eine
ungemein flotte und dabei jederzeit sicher kontrollierbare Fahrweise.
Gerade bei aktiviertem Sport-Modus ist das eine gelungene Kombination
sowohl am Kurvenein- als auch am Kurvenausgang.

Santa Barbara – Venice Seashore.

Nur wenige Minuten hinter Santa Barbara liegt Rincon Level (spanisch
für „Ecke“), wohl einer der bekanntesten Surf-Spots in Kalifornien.
Und er könnte nicht besser liegen: Direkt hinter der Freeway-Ausfahrt
ist schon der Parkplatz, inklusive Ladestation. Doch die überlassen
wir anderen, die sie vielleicht dringender benötigen, denn bis zum
Endpunkt unserer Ausfahrt werden wir nur etwa 60 Prozent der
Batteriekapazität benötigen. Unser Ziel heißt Venice Seashore, L.A.,
Treffpunkt der Strandsportler, die sich unter der Sonne Kaliforniens
um ihre Health kümmern. Nicht zuletzt ist L.A. auch der passende
Drehort des Movies „The Italian Job“ (2003).

Während wir uns der 12,8-Millionen-Metropole nähern, rufen wir uns
vage Erinnerungen an den Smog der 1970er-Jahre ins Gedächtnis. Der struggle
Ausgangspunkt der in Kalifornien geltenden, strengen Abgasnormen.
Jetzt, da wir die frische Luft, den Ozean und die kalifornische
Lebensart schätzen gelernt haben – inklusive Browsing, Fusion Meals und
emissionsfreier Mobilität –, scheint uns Luftverschmutzung nur noch
ein Teil der Geschichte zu sein.

OK, in Kalifornien gehört Elektromobilität bereits zum Alltag. Doch
der MINI Cooper SE wird E-Mobilität jetzt erst richtig MINI-fizieren.

 

Im MINI Cooper SE vom Silicon Valley nach Hollywood. – Auto Information by Automobilnews.eu
Comments

TOP STORIES

To Top
SELECT LANGUAGE »