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Die Stimmung ist schlechter als die Lage | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Die Stimmung ist schlechter als die Lage | Marktberichte


Stand: 27.03.2019, 09:30 Uhr

Der Dax setzt seine zaghafte Stabilisierung vom Vortag fort und tendiert um sein Vortagesniveau. Deutliche Bremsspuren hinterlässt aber weiterhin die ständige Unsicherheit um den Ausgang des Brexit-Dramas. Das geht heute in eine neue Runde.

Zur Eröffnung legt der deutsche Leitindex Dax leicht zu um 0,2 Prozent und knüpft damit an die vorsichtige Erholung vom Vortag an. Ob die Bullen allerdings Stand halten, muss sich erst weisen, denn erste Gewinne bröckeln bereits wieder ab. Rückenwind kommt aus New York, wo die Wall Avenue freundlich tendierte. Der Dow Jones conflict um 0,55 Prozent auf 25.657 Punkte gestiegen.

Im Blick wird heute auch die Bayer-Aktie stehen, denn in San Francisco geht am Nachmittag MEZ der Glyphosat-Prozess in die zweite Runde.

“Die Stimmung ist schlechter als die Lage” schreibt die Helaba in ihrem Tagesausblick. Denn nicht alle Daten deuteten auf eine Konjunkturabschwächung hin. Optimistic Nachrichten würden aber weitgehend ignoriert, weil sie nicht ins derzeitige Schema passen, so die Experten weiter.

Brexit-Drama geht weiter

Zur mauen Stimmung an der Börse tragen aber nicht nur Konjunktursorgen bei. Das nun schon seit Tagen ablaufende Brexit-Drama drückt weiter deutlich auf die Stimmung der Anleger. Heute wird es in eine neue Runde gehen, wenn das Parlament über Alternativen zum Brexit-Vertrag der Regierung von Theresa Might abstimmt.

Zuletzt haben sich Gerücht verdichtet, die Premierministerin würde den Hardlinern ihrer Konservativen Partei den Rücktritt anbieten im Austausch für eine Zustimmung zum Brexit-abkommen mit der EU.

Die Börse erwartet darüber heute einige Daten aus der zweiten Reihe, sowie den Geschäftsbericht der Commerzbank.

Asien uneinheitlich

In Asien tendierten die Märkte heute uneinheitlich. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss 0,2 Prozent tiefer mit 21 378,73 Punkten. Die beiden vergangenen Tage conflict der Index stark geschwankt.

In China zeigten sich die Anleger indes vor weiteren Gesprächen im Handelsstreit mit den USA optimistisch und griffen zu. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen stieg zuletzt um quick ein Prozent und der Hold Seng in Hongkong legte um rund ein halbes Prozent zu.

Euro wegen Brexit unter Druck

Der Euro verliert am Morgen deutlicher auf bis zu 1,1251 Greenback und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Aktuell hat er sich etwas erholt bei 1,1269 Greenback. Auch über dem Devisenmarkt schwebt weiter das Brexit-Damoklesschwert. Das britische Pfund tendiert im frühen Geschäft etwas leichter bei 1,3183 Greenback.

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat sich derweil für eine Verschiebung des Brexit-Datums um zwei Jahre ausgesprochen. “Es besteht die Gefahr, dass es am 12. April zu einem Brexit ohne Abkommen kommt, der großen Schaden anrichtet und den keine der beiden Seiten wirklich will”, sagte er am Mittwoch in München.

Bayer: Tag der Entscheidung im Glyphosatprozess

An diesem Mittwoch wird das Urteil der sechs Geschworenen in San Francisco zum Glyphosat-Mittel “Roundup” erwartet. Die Jury muss entscheiden, ob das Unternehmen von einer Krebsgefahr wusste und diese vernachlässigt hat. Um 16 Uhr deutscher Zeit kommen die Geschworenen zusammen, um ihr Urteil zu fällen. Bereits zum auftakt des Prozesses vor einer Woche waren die Geschworenen der Meinug, dass Glyphosat krebserregend ist.

Der Automobilbauer Daimler steht einem Pressebericht zufolge kurz vor dem Verkauf der Hälfte seiner Kleinwagentochter Good an den chinesischen Branchenkollegen Geely. Dies hätten drei mit den Plänen vertraute Personen berichtet, hieß es am Dienstagabend auf der Internetseite der “Monetary Instances”.

Die offizielle Bekanntgabe werde vor der Shanghai Auto Present im April erfolgen, hieß es weiter unter Berufung auf eine der Personen. Der Dax-Konzern Daimler habe nur gesagt, es sei mit einigen potenziellen Kooperationspartnern gesprochen worden. Geely habe sich nicht äußern wollen.  | mehr

VW vor Zusammenarbeit mit Amazon?

Der Volkswagen-Konzern will offenbar eine Partnerschaft mit Amazon eingehen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vereinbarten die beiden Konzerne eine Zusammenarbeit bei Cloud-Diensten, deren Particulars demnächt bekannt gegeben werden sollen. Amazon soll VW entscheidend dabei helfen, die Produktivität von VW-Fabriken zu erhöhen. VW-Chef Herbert Diess hatte zuletzt als Ziel vorgegeben, dass die Konzernwerke bis zum Jahr 2025 um ein Drittel produktiver arbeiten sollen.

Scholz wiegelt bei Bankenfusion an

Die Regierung hält sich nach Worten von Finanzminister Olaf Scholz bei der möglichen Fusion von Deutscher Financial institution und Commerzbank zurück.

“Die Vorstände dieser beiden privaten Banken haben entschieden, dass sie die Möglichkeit einer Fusion ergebnisoffen untersuchen wollen. Sie sind im Fahrersitz, nicht die Regierung”, sagte der SPD-Politiker der “FAZ”. Dass das Finanzministerium mit allen Kreditinstituten spreche, stimme. Das gehöre zu seinen Aufgaben.

An den Märkten wird die Regeirung und da besonders der Finanzminister aber als treibende Kraft für die Bankenfuison gesehen. Scholz und sein von der Investmetbnank Goldman Sachs kommender Staatsektretär Jörg Kukies favorisieren aus Sicht der Investoren einen deutschen Bankenchampion, der vor allem worldwide eine größere Rolle spielen kann.

HHLA voller Tatendrang

Nach kräftigen Zuwächsen im vergangenen Jahr erwartet der Hamburger Hafenkonzern HHLA aus dem SDax für 2019 erneut einen höheren Betriebsgewinn. Der Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) des Teilkonzerns Hafenlogistik solle in diesem Jahr deutlich zulegen, teilte die HHLA am Mittwoch mit. Das entspreche einem Zuwachs um fünf bis zehn Prozent.

2018 conflict das operative Ergebnis um ein Fünftel auf 188 Millionen Euro gestiegen. Das lag auch daran, dass Belastungen wegfielen. Der Reingewinn nach Anteilen Dritter sprang sogar um rund 45 Prozent auf 103 Millionen Euro. Daraus sollen die Aktionäre eine um 13 Cent erhöhte Dividende von 80 Cent je Anteilsschein erhalten.

Die Ertragskraft will die HHLA durch weitere Investitionen in die Automatisierung der Abläufe an den Containerterminals und die Ausweitung des Intermodalgeschäfts weiter steigern. Insgesamt fließt im Zeitraum 2018 bis 2023 eine Milliarde Euro in die Geschäftsfelder, der Großteil davon ins börsennotierte Kerngeschäft.

Indus will wieder zulegen

Die auf den Erwerb mittelständischer Unternehmen spezialiserte Beteiligungsfirma sieht sich weiter auf Wachstumskurs. Der Vorstand peilt bei einem leichten Umsatzplus auf 1,72 bis 1,77 (Vorjahr: 1,71) Milliarden Euro einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebit) auf 156 bis 162 (150,8) Millionen Euro an.

Schwer vorhersehbar sei aber die Entwicklung der Fahrzeugtechnik, die erheblich von der Nachfrage der großen Automobilhersteller und deren Absatzentwicklung abhänge. Vorläufige Ergebnisse hatte das SDax-Unternehmen bereits im Februar veröffentlicht. Dabei wurden die Erwartungen verfehlt.

SGL Carbon erwartet keine großen Sprünge

Der Kohlenstoff-Spezialist hat 2018 seine Jahresziele leicht übertroffen. Bei einem Umsatzanstieg um 21,Eight Prozent auf 1,048 Milliarden Euro legte das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen um 61 Prozent auf 64,6 Millionen Euro zu.

Im laufenden Jahr peilt der Vorstand einen Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich an, während das Ebit wohl auf dem Vorjahresniveau stagnieren dürfte.

Beim Wiesbadener Unternehmen, dessen Streubesitz bei 43,7 Prozent liegt, ist unter anderem die Beteiligungsgesellschaft SKion der Industriellen-Erbin Susanner Klatten mit über 27 Prozent beteiligt. Auch die Autokonzerne BMW und VW sind Eigner. Susanne Klatten ist wiederum auch Großkationärin bei BMW.

Rückschlag für Apple

Apple droht im festgefahrenen Patentstreit mit dem Chipkonzern Qualcomm ein Rückschlag in den USA. Eine Richterin der US-Handelsbehörde ITC kam zu dem Schluss, dass einige Modelle von Apples iPhone ein Qualcomm-Patent verletzen. Sie werde Einfuhreinschränkungen empfehlen, schrieb die Richterin in ihrer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung.

Der Streit begann, als Apple Qualcomm 2017 mit dem Vorwurf verklagte, der Chipkonzern verlange zu hohe Gebühren für die Nutzung seiner Patente. Qualcomm wirft Apple im Gegenzug in mehreren Ländern die Verletzung diverser Patente vor. Der iPhone-Konzern erklärt, die Patentverletzungs-Klagen seien nur ein Manöver, um von dem Druck auf das Geschäftsmodell von Qualcomm abzulenken.

Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC wirft Qualcomm ihrerseits unfairen Wettbewerb vor, weil der Konzern Chipdeals an grundsätzliche Lizenzvereinbarungen für seine Patente geknüpft habe.

Lyft-Aktien werden teurer als angekündigt

Die Aktien des US-Fahrdienstvermittlers Lyft treffen laut einem Zeitungsbericht vor dem Börsengang in New York auf hohe Nachfrage. Der Uber-Rivale habe Investoren bereits mitgeteilt, dass der Ausgabepreis der Papiere über der zunächst angepeilten Spanne zwischen 62 und 68 Greenback liegen dürfte, schrieb das “Wall Avenue Journal” am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Damit würde das Unternehmen insgesamt mit mehr als 23 Milliarden Greenback (20 Millairden Euro) bewertet. Lyft will mehr als zwei Milliarden Greenback bei Anlegern einsammeln. Am Freitag ist das Debüt an der Technologie-Börse Nasdaq geplant. Der deutlich größere Konkurrent Uber bereitet ebenfalls einen Börsengang vor. Hier stellten Banken laut US-Medien bereits eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Greenback in Aussicht.

rm

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