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Die 24h-Nürburgring-Sieger Nick Catsburg, Alexander Sims und Nick Yelloly im Interview. – Auto Information by Automobilnews.eu

Die 24h-Nürburgring-Sieger Nick Catsburg, Alexander Sims und Nick Yelloly im Interview.


München. Nick Catsburg (NED), Alexander Sims (GBR) und Nick
Yelloly (GBR) haben am vergangenen Sonntag im #99 BMW M6 GT3 von
ROWE Racing die 24 Stunden auf dem Nürburgring (GER) gewonnen und
sich damit ihre Plätze in den Annalen von BMW Motorsport gesichert.
Es gab gleich zwei Jubiläen zu feiern: 50 Jahre nach dem ersten BMW
Gesamtsieg bei der Premiere des 24-Stunden-Rennens stand erneut ein
BMW Workforce ganz oben auf dem Podium. Zudem warfare es der 20. Triumph für
die Marke in der „Grünen Hölle“. Im Interview sprechen die drei über
den turbulenten Rennverlauf, eine emotionale Achterbahnfahrt und den
Stellenwert des Sieges in ihren Karrieren.

 

Erste Frage an Sie: Wie lang ging die Social gathering?

 

Nick Catsburg: „Ach, das warfare gar nicht so
spektakulär. Ich warfare um kurz nach 2 Uhr auf meinem Zimmer.“

 

Alexander Sims: „Es warfare keine wilde Social gathering. Es warfare
einfach nur schön, mit dem Workforce bei einigen Drinks an der Bar zu
sitzen und den Erfolg zu genießen.“

 

Nick Yelloly: „Immerhin waren wir am Morgen danach
match genug, um gemeinsam zu frühstücken.“

 

Sims: „Echt? Daran kann ich mich gar nicht mehr
erinnern…“ (lacht)

 

Aber an das Rennen hoffentlich! Welchen Stellenwert hat der
Sieg bei den 24h Nürburgring in Ihren Karrieren?

 

Catsburg: „Einen extrem hohen. Das sind mein
Lieblings-Occasion und meine Lieblingsstrecke. Ich siedle den Erfolg auf
einem Degree mit meinem Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps
2015 an.“

 

Sims: „Zusammen mit meinem Spa-Sieg 2016 ist das der
größte Triumph meiner Karriere.“

 

Yelloly: „Für mich warfare es der erste große Sieg als
BMW Werksfahrer – und das erste Mal, dass ich bei den 24 Stunden auf
dem Nürburgring ins Ziel gekommen bin. Dann gleich den ganz großen
Triumph feiern zu dürfen, steht ganz oben auf der Liste meiner Erfolge.“

 

Conflict Ihnen der historische Aspekt des Sieges für BMW – 50 Jahre
nach dem ersten Sieg, 20. Gesamtsieg und zehn Jahre seit dem letzten
Sieg – bewusst?

 

Yelloly (lacht): „Absolut. Wir konnten in der
Berichterstattung zudem oft genug verfolgen, dass dieser Sieg eine
große Bedeutung für BMW hätte. Entsprechend groß ist die Ehre, diesen
wichtigen Sieg für BMW eingefahren zu haben. Ich denke, die ganze
Tragweite wird uns allen erst in den nächsten Tagen bewusst.“

 

Alexander, Nicky, Sie beide waren 2017 ebenfalls mit ROWE
Racing schon einmal ganz nah am Sieg dran und sind dann Zweite
geworden. Haben Sie sich daran erinnert?

 

Catsburg: „Ich bin sogar schon zweimal Zweiter
geworden und habe den Jungs gesagt: ‚Ich will auf keinen Fall schon
wieder Zweiter werden.‘ Und ganz ehrlich: Als ich in der Schlussphase
am Funk immer wieder gehört habe, wie schnell die Konkurrenz hinter
mir aufholt, habe ich gedacht: ‚Verdammt, bitte nicht schon wieder!‘
Zum Glück ist es diesmal anders gelaufen.“

 

Alexander, wie nervös waren Sie, als Sie Nicky in der
hochspannenden Schlussphase tatenlos zusehen mussten?

 

Sims (lacht): „Da Nicky im Auto saß, warfare ich extrem
nervös! Im Ernst: Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn du da draußen
stehst und die Dinge nicht selbst unter Kontrolle hast. Ich hatte
volles Vertrauen in Nickys Fähigkeiten, aber wir haben ja während des
Rennens gesehen, dass der BMW M6 GT3 in unterschiedlichen Bedingungen
unterschiedlich intestine funktioniert hat. Da kann man als Fahrer natürlich
nicht allzu viel machen.“

 

Nicky, wir müssen über den Verbremser in der ersten Kurve
reden, als Sie am Audi, der in der Field warfare, vorbeigegangen sind…

 

Catsburg (lacht): „Ich warfare einfach so froh, dass ich
vorne warfare! Nein, es warfare so, dass sich in diesen letzten Runden die
Streckenverhältnisse rapide verändert haben. In diesem Second habe ich
den Grip einfach etwas überschätzt und mich leicht verbremst. An
dieser Stelle ist das zum Glück kein großes Downside.“

 

Ganz ehrlich: Wie groß warfare der Druck, den Sieg als
Schlussfahrer ins Ziel bringen zu müssen?

 

Catsburg: „Druck gibt es in jeder Rennsituation. Auch
im High-Qualifying oder am Begin ist der Druck auf den Fahrer groß.
Aber ein wenig nervös warfare ich trotzdem, das gebe ich ehrlich zu. Der
Stress steigt natürlich, wenn du über Funk immer wieder gesagt
bekommst, dass die Konkurrenz aufholt und du daher pushen musst. Du
bist ja schon am Restrict und musst ständig abwägen, wie viel Risiko du
eingehst. Auf der anderen Seite ist es natürlich cool, derjenige zu
sein, der am Ende als Sieger über die Ziellinie fährt. Ich hatte
während der gesamten letzten Runde Gänsehaut. Das warfare komisch, denn
ich musste mir immer wieder selbst sagen, dass ich diese Runde erst
noch zu Ende bringen muss.“

 

Unter welchen Bedingungen hat das Auto am besten funktioniert?

 

Yelloly: „Ich denke, wenn es richtig nass warfare, hatten
unsere Gegner einen klaren Vorteil. Aber wenn es trockener wurde,
konnten wir vor allem auf den ‚Driying Moist‘-Reifen das
Kräfteverhältnis zu unseren Gunsten drehen. Auf abtrocknender Strecke
waren wir deutlich schneller als die Konkurrenz. Zum Glück hatten wir
in der Schlussphase des Rennens genau die richtigen Verhältnisse. Ich
hatte sogar einen vollen Stint auf Slicks. Die haben sich auch sehr
intestine angefühlt.“

 

Haben Sie sich geehrt gefühlt, das High-Qualifying und den
Begin fahren zu dürfen?

 

Yelloly: „Das warfare auf jeden Fall eine Ehre. Dass ich
das Qualifying fahren durfte, warfare relativ früh klar. Den Startfahrer
haben wir erst recht kurzfristig festgelegt. Es ist schön, neben
Fahrern wie Alexander und Nicky, die beide schon große Siege für BMW
gefeiert haben, dieses Vertrauen zu bekommen.“

 

Alexander, Sie waren beim Rennabbruch am Samstagabend im Auto.
Conflict die Rote Flagge die richtige Entscheidung?

 

Sims: „Das warfare die einzig richtige Entscheidung. Ich
warfare zu dem Zeitpunkt im Vergleich zu unseren Gegnern zwar relativ
schnell unterwegs, aber es warfare ehrlicherweise nur eine Frage der Zeit,
bis es zu einem schweren Unfall kommt. Es gab Streckenabschnitte wie
Pflanzgarten zum Beispiel, wo man nur ahnen konnte, wo man hinfährt.
Gesehen hat man nichts. Von daher hat die Rennleitung in dieser Section
einen sehr guten Job gemacht, denn es warfare wirklich gefährlich da draußen.“

 

Wie haben Sie den Restart am Sonntagmorgen erlebt?

 

Sims: „Das warfare ein Wechselbad der Gefühle. Mein
erster Stint im Nassen warfare wirklich schwierig. Ich hatte das Gefühl,
dass ich gerade unsere Siegchancen wegwerfe, so langsam warfare ich. Ich
habe mich in dem Second sehr hilflos gefühlt. Wir hatten einfach nicht
die Tempo und sind immer weiter zurückgefallen. Im zweiten Stint warfare es
dann komplett andersherum. Die Strecke trocknete ab, die Reifen
funktionierten und plötzlich waren wir die Schnellsten im Feld. Ich
habe ein Auto nach dem anderen überholt und hatte wieder ein gutes
Gefühl. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, ob wir wirklich
wieder um den Sieg fahren würden.“

 

Nick, wann haben Sie das erste Mal gedacht: ‚Okay, es geht um
den Sieg‘?

 

Yelloly: „Nachdem Alexander seine Aufholjagd
gestartet und das Auto an mich übergeben hatte, wusste ich, dass wir
in einer guten Place sind. Ungefähr zur Halbzeit meines
Doppelstints hatte ich dann den Führenden im Blick und wusste: Wenn
ich an ihm dranbleiben kann, haben wir eine Probability.“

 

Wie sehr hat es für den Sieg geholfen, dass der BMW M6 GT3
schon so viele Rennkilometer auf der Nordschleife absolviert hat und
Sie ihn bereits extrem intestine kennen?

 

Catsburg: „Das hat nicht nur uns Fahrern, sondern
auch dem Workforce sehr geholfen. Das Auto lief ohne Probleme, und auch wir
als Workforce haben absolut keine Fehler gemacht.“

 

Sims: „Ich denke, es hat uns vor allem in den
wechselnden Bedingungen geholfen, das Auto sehr intestine zu kennen. Als
Fahrer willst du in solchen Situationen nicht in einem Auto sitzen,
von dem du noch nicht genau weißt, wie es reagieren wird. Wir haben
alle so viel Erfahrung im BMW M6 GT3, dass wir immer direkt wussten,
wie sehr wir ans Restrict gehen konnten.“

 

Nicky und Nick, für Sie geht es am kommenden Wochenende schon
weiter, richtig?

 

Catsburg: „Genau. Ich bin jetzt schon wieder am
Flughafen, denn am Wochenende fahre ich für Walkenhorst Motorsport im
BMW M6 GT3 die 8 Stunden von Indianapolis im Rahmen der
Intercontinental GT Problem. Da wünsche ich mir natürlich den
nächsten Sieg – aber nur für mich, nicht für Nick!“ (lacht)

 

Yelloly (lacht): „Klar, denn ich sitze ja auch im
Schwesterauto. Diesmal sind wir Gegner, und ich kann Nicky deshalb am
kommenden Wochenende natürlich überhaupt nicht leiden. Im Ernst: Ich
fliege heute Nachmittag und freue mich sehr darauf, zum ersten Mal in
meinem Leben in Indianapolis zu fahren.“

 

Sims: „Okay. Während Ihr schon wieder Rennen fahrt,
lehne ich mich zuhause zurück und genieße erstmal meinen Erfolg auf
dem Nürburgring.“ (lacht)

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