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Der Hund, des Buyers bester Freund | Branchen – Information by Automobilnews.eu

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Der Hund, des Buyers bester Freund | Branchen


von Thomas Spinnler

Stand: 13.02.2019, 06:35 Uhr

Frauchen und Herrchen ist ihr Pudel lieb und teuer. Auch Katzen-Followers lassen sich nicht lumpen, wenn es um ihre Lieblinge geht: Die Haustier-Branche ist ein Milliardengeschäft. Besonders der Markt für Haustier-Medizin soll ein boomendes Enterprise werden.

„Wenn du einen Freund brauchst, kauf dir einen Hund“, rät Börsen-Bösewicht Gordon Gecko seinem jungen Kompagnon in Oliver Stones Movie „Wall Avenue“. Millionen befolgen seinen Tipp: Allein in Deutschland begleiten mehr als neun Millionen Hunde Herrchen und Frauchen treu durch das Leben, über 13 Millionen Katzen kuscheln sich auf unseren Sofas. Würde man unsere Sittiche freilassen, verdunkelten die Schwärme die Sonne, unzählige Fische glotzen aus hunderttausenden Aquarien in unsere Wohnzimmer. Dazu kommen noch Hasen, Hamster, Mäuse, Schlangen, Echsen, Krokodile, Vogelspinnen. Insgesamt wohnen wir mit deutlich mehr als 30 Millionen Haustieren zusammen. 

Tierische Begleiter sind Balsam für die menschliche Seele. Tiere tun uns intestine. Und wer uns intestine tut, dem soll es intestine gehen. Tiere gehören praktisch zur Familie und werden auch so behandelt.

Hier wird die Sache interessant für die Wirtschaft, denn allein im Jahr 2017 wurden in Deutschland nach Angaben des Researchinstituts Euromonitor und dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) quick fünf Milliarden Euro für Heimtierbedarf ausgegeben. Selbst an Fiffis Weihnachtsgeschenke wird gedacht: Laut einer Umfrage des Energieversorgers Eon lassen die Deutschen im Schnitt 24 Euro dafür springen. Wird aus des Menschen bester Freund bald auch des Buyers bester Freund?

Megathema Tiergesundheit

Weltweit wird ein dreistelliger Milliardenbetrag umgesetzt. Und die Summe wächst: Waren es im Jahr 2016 nach einer Studie des Analysehauses Grand View Analysis world noch 130 Milliarden Greenback, werden es 2025 bereits 202 Milliarden Greenback sein. Die jährliche Wachstumsrate soll rund fünf Prozent betragen.

Die Experten von Allianz World Buyers machen sich deshalb Gedanken über das Anlagethema und fragen sich, wie Investoren vom Milliardenmarkt profitieren können. Sie stellen fest, dass die Zahlungsbereitschaft für Güter des tierischen Bedarfs wie Ernährung und Gesundheitsversorgung hoch und weitgehend unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld sei. Anders ausgedrückt: Auch in einer Rezession werden die Tierfreunde keinesfalls  zuerst am Familienmitglied sparen.   

Für besonders interessant halten Analysten den Markt für Tiermedizin. „Der Gesundheitssektor für Haustiere ist eine attraktive unkonventionelle Nische des Gesundheitsmarkts“, meint Erin Wilson von der Schweizer Financial institution Credit score Suisse. Im Unterschied zum Humansegment seien die Risiken geringer, die etwa durch Gesundheitsreformen oder Bedrohungen durch den Generika-Sektor entstehen könnten.

Gute Freunde kann niemand trennen

Der bedeutendste Markt sind wie so oft die USA. Nach Angaben der American Pet Merchandise Affiliation (APPA) aus den Jahren 2015/16 leben dort schätzungsweise 78 Millionen Hunde und rund 85 Millionen Katzen. In etwa 44 Prozent aller Haushalte wohnt ein Hund, in 35 Prozent aller Haushalte lebt eine Katze. Und nach Ansicht der Experten der Credit score Suisse wird die Zahl in den USA weiter steigen – mit Folgen für die Gesundheitsausgaben, denn auch der Development zur Vermenschlichung der Tiere ist ungebrochen.

Ein Indiz sind die Rezept-Verschreibungen der Veterinärmediziner, die dort in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches verglichen mit den Verschreibungen der Humanmediziner zugenommen haben.  

Auch der Finanzmarkt ist ein guter Indikator für Developments, sodass Aktienkurse oftmals gesellschaftliche Entwicklungen antizipieren. Die Titel des Marktführers im Section Animal Well being, Zoetis, haben in den vergangenen fünf Jahren um rund 200 Prozent zugelegt. Das Unternehmen wurde 2013 von der Konzernmutter Pfizer an die Börse gebracht.

Weniger intestine lief es hingegen beim Konkurrenten Elanco, dessen Börsengang im September 2018 über die Bühne ging. Die Aktie notiert zwar noch immer oberhalb des Ausgabepreises, die ersten spektakulären Gewinne sind aber wieder verdampft. Es  wird auch immer wieder darüber spekuliert, ob der Bayer-Konzern airplane, die Tierarznei-Sparte abzuspalten und eventuell an die Börse zu bringen. Das Thema bleibt additionally heiß, denn Freunde kann der Mensch immer brauchen.

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