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Der Dax traut sich ein bisschen | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Der Dax traut sich ein bisschen | Marktberichte


Stand: 28.03.2019, 11:50 Uhr

Trotz der jüngsten Kursverluste in Japan und Amerika verbuchen die wichtigsten Indizes am deutschen Aktienmarkt leichte Kursgewinne. Doch solange die Brexit-Problematik nicht gelöst ist, wird der Mini-Aufschwung wohl nicht lange tragen.

Um die Mittagszeit gewinnt der Dax rund 0,Four Prozent auf 11.460 Punkte, nachdem er zeitweise bis auf 11.494 Punkte geklettert battle.

Die Privatbank Donner & Reuschel sieht den Index aktuell ohne klaren Pattern. “Der Dax befindet sich chart- wie markttechnisch im Niemandsland – passend zur Scenario in Großbritannien”, so Chartanalyst Martin Utschneider. Eine “Reaktivierung des kurzfristigen Aufwärtstrends” seit Dezember gelänge erst mit Kursen über 11.600 Punkten, so Utschneider.

Brexit und kein Ende

Nach Einschätzung von Neil Wilson, Chef-Analyst des On-line-Brokers Markets.com, sollten sich Anleger mit dem Gedanken an einen harten Brexit anfreunden. “Das Fehlen echter Führung macht es unmöglich, einen praktikablen Kompromiss zu finden.” Aus Furcht vor einem ungeordneten EU-Ausstieg zogen sich Anleger aus dem britischen Pfund zurück. Die Währung verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 1,3127 Greenback.

Das britische Unterhaus hatte gestern Abend gegen alle acht vorgelegten Alternativen für das weitere Vorgehen gestimmt. Vor dem Votum hatte Premierministerin Theresa Could ihren Rücktritt für den Fall angeboten, dass ihr bereits zwei Mal abgelehntes Abkommen mit der EU doch noch angenommen werde. Wer glaubt, dass es nicht noch absurder geht, wird jeden Tag eines Besseren belehrt.

Japan und Euro im Blick

An der Börse in Tokio ging es deutlich nach unten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 1,6 Prozent auf 21.033 Punkte. Am Devisenmarkt hält sich der Euro im Bereich von 1,1250 US-Greenback auf.

Analysten senken Kursziel für Infineon

Nach der gestrigen Gewinnwarnung hagelt es Abstufungen für die Infineon-Aktie. Goldman Sachs hat das Kursziel von von 23,40 auf 21,00 Euro gesenkt. Die Credit score Suisse nahm ihr Ziel von 22 auf 19,50 Euro zurück. Der gekürzte Ausblick an sich sei aufgrund der Lage an den Endmärkten keine Überraschung, das Ausmaß der Kürzung aber schon, schrieb Analyst Achal Sultania in einer Studie. Er senkte seine Schätzungen für den Umsatz und das operative Ergebnis (Ebit) in diesem und im kommenden Jahr.

Bayer-Aktie sinkt weiter

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen weiteren wichtigen Prozess um angeblich krebserregende Produkte der Tochter Monsanto verloren. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco urteilte am Mittwoch, dass Monsanto für Krebsrisiken des Unkrautvernichtungsmittels Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar ist und dem Kläger Edwin Hardeman Schadenersatz in Gesamthöhe von mehr als 80 Millionen Greenback zahlen muss. Die Bayer-Aktie fällt im frühen Handel auf Tradegate weiter um rund drei Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2012.

Deutsche Financial institution will noch mehr sparen

Die Deutsche Financial institution erwägt einem Medienbericht zufolge nach einem schwachen Auftaktquartal weitere Einsparungen. “Der Vorstand prüft mit Blick auf die Entwicklungen im ersten Quartal, ob die bisherigen Sparpläne ausreichen”, zitiert das “Handelsblatt” aus Finanzkreisen. Es werde auch geprüft, ob weitere Anpassungen des Geschäftsmodells nötig seien. Der Grund für die intensiveren Sparanstrengungen sei der schwache Geschäftsverlauf im ersten Quartal. Vor allem das Investmentbanking steche negativ hervor.

Daimler bringt seine Kleinwagenmarke Good in ein Gemeinschaftsunternehmen mit seinem chinesischen Großaktionär Geely ein. Die nächste Technology des Kleinwagens soll schon in einer neuen, eigens dafür gebauten Fabrik in China produziert werden, teilten Daimler und Geely am Donnerstag mit. Die neuen Modelle sollen rein elektrisch fahren und von 2022 an auf den Markt kommen. Am bisherigen Good-Produktionsort in Hambach werden künftig Kompaktwagen von Daimlers neuer Elektromarke EQ produziert.  | mehr

Zu viele Hochtief-Aktien im Angebot

Die Aktien des Baukonzerns Hochtief stehen erheblich unter Druck. Händler verwiesen darauf, dass sich der Großaktionär Atlantia von einem Drittel seiner Beteiligung trenne. Der Anteil des italienischen Autobahnbetreibers sinke dadurch von 24 auf 16 Prozent. Die US-Investmentbank Goldman Sachs habe im Auftrag von Atlantia 4,35 Millionen Hochtief-Aktien zu einem Preis von 131 Euro je Anteilsschein bei institutionellen Anlegern platziert.

Condor bietet sich der Lufthansa an

Condor-Chef Ralf Teckentrup kann sich eine Übernahme seiner Fluggesellschaft durch die deutsche Lufthansa vorstellen. “Wir fliegen im kommenden Winter von Frankfurt aus mit 16 Maschinen. Das würde zur Lufthansa passen”, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. “Wenn die Lufthansa Interesse hat, sollte sie sich bei unserer Muttergesellschaft Thomas Prepare dinner melden, die sich überlegt, die Airways des Konzerns zu verkaufen.”

Der Telekommunikationsanbieter und Internetdienstleister United Web will die Dividende im Falle der Ersteigerung von Mobilfunkfrequenzen zusammenstreichen. Sollte die Tochter 1&1 Drillisch, die derzeit um Frequenzen für den kommenden Mobilfunkstandard 5G mitbietet, auch tatsächlich Lizenzen erhalten, soll die Ausschüttung von United Web von 80 Cent auf 5 Cent gekappt werden. Auch bei 1&1 Drillisch würde die Dividende in diesem Fall von 1,60 Euro auf 5 Cent gekürzt. Die Meldung kommt an der Börse extrem schlecht an.

Im vergangenen Jahr legte der Erlös inklusive der Drillisch-Übernahme um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis kletterte auf vergleichbarer Foundation um 10,5 Prozent. Die Übernahmen eingerechnet battle es ein Plus von 22,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.  | mehr

SMA schockt die Anleger

Der mit Abstand größte Verlierer im SDax ist die SMA-Aktie. Der Solarkonzern hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 175,5 Millionen Euro gemacht. 2017 standen noch 30,1 Millionen Euro Gewinn zu Buche. Der Umsatz ging von 891 auf 761 Millionen Euro zurück. Für das laufende Jahr ist das Unternehmen aber optimistischer. Der Umsatz soll auf 800 bis 880 Millionen Euro zulegen.

Pfeiffer Vacuum: Neues Jahr läuft schwach

Der Vakuumpumpenspezialist Pfeiffer Vacuum ist 2019 nicht optimum gestartet. Sowohl Umsatz als auch Auftragseingang haben sich in den ersten Monaten im Vergleich zum starken Vorjahr abgeschwächt. Für 2019 rechnet Pfeiffer daher mit geringeren Wachstumsraten. Genauere Prognosen soll es im Mai im Zuge der Hauptversammlung geben. Für 2018 erhöhte das Administration nach kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis die Dividende. Die Aktionäre sollen für 2018 professional Anteilsschein 2,30 Euro erhalten, nach 2,00 Euro im Vorjahr.

Der Immobilienkonzern aus dem MDax wartet mit guten Geschäftszahlen auf. Der Spezialist für Gewerbeimmobilien hat seine Mieteinnahmen und den Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Die in der Branche wichtige Gewinngröße FFO kletterte um 38 Prozent auf 406 Millionen Euro, die Mieteinnahmen stiegen um 41 Prozent auf 633 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen von diesem Gewinnsprung ebenfalls profitieren: Für 2018 ist eine Dividende von 25 Cent je Aktie geplant, neun Prozent mehr als im vorigen Jahr.  | mehr

Cancom-Aktie profitiert von Ausblick

Der IT-Dienstleister Cancom rechnet für das neue Geschäftsjahr mit einem deutlichen Wachstum unter anderem bei Umsatz und Ebitda. Beide Sparten, IT- wie Cloud-Lösungen, sollen zu dem Anstieg beitragen, wobei Cancom mit einem stärkeren Wachstum im Cloud-Geschäft rechnet. Seinen Aktionären will Cancom eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie zahlen. Die Ausschüttung liege damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr vor dem Aktiensplit, hieß es. Die Cancom-Aktie liegt an der Spitze im TecDax.

S&T mit hohen Langfrist-Zielen

Der österreichische IT-Dienstleister S&T sieht sich nach den ersten Monaten auf Kurs zu den Jahreszielen. Demnach soll der Umsatz im laufenden Jahr ohne die Effekte möglicher weiterer Übernahmen um rund elf Prozent auf 1,1 Milliarden Euro steigen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll um zehn Prozent auf 100 Millionen Euro steigen. Unternehmenschef Hannes Niederhauser will in den kommenden Jahren weiter von der zunehmenden Digitalisierung industrieller Prozesse profitieren. So soll der Umsatz des TecDax-Mitglieds bis 2023 auf rund zwei Milliarden Euro und das operative Ergebnis auf mindestens 200 Millionen Euro klettern.

Evotec hat große Ziele

Evotec-Aktien sind an der Börse überdurchschnittlich gefragt. Das Biotech-Unternehmen will 2019 die Erlöse aus Verträgen mit Kunden um etwa zehn Prozent steigern. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll im gleichen Maß zulegen. Dabei sprach Evotec bereits von einem “sehr guten Begin” in das neue Jahr. Im vergangenen Jahr zog der Umsatz um 42 Prozent auf 375 Millionen Euro an. Das bereinigte Ebitda verbesserte sich um 67 Prozent auf 95,5 Millionen Euro.

PVA Tepla übertrifft sich selbst

PVA Tepla, ein Zulieferer für die Halbleiter- und Solarbranche, hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 13 Prozent auf 96,eight Millionen Euro verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte auf 12,three Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Der Auftragsbestand kletterte um 42,Four Millionen auf den historischen Höchststand von 171,5 Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll der Umsatz 125 und das Ebitda 15 Millionen Euro erreichen. Die Anleger jubeln.

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