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Dax-Talfahrt geht weiter | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Dax-Talfahrt geht weiter | Marktberichte


Stand: 25.03.2019, 18:00 Uhr

Die bessere Stimmung in den deutschen Chefetagen ist nicht auf das Börsenparkett übergeschwappt. Der Dax begann die neue Woche mit leichten Verlusten. Die Rezessionsängste halten an.

Anleger trauten sich auch zum Beginn der Woche nicht aus der Deckung. Der Dax kam den ganzen Tag lang kaum vom Fleck. Immerhin hielten sich die Kursverluste in Grenzen. Er ging mit einem Mini-Minus von 0,15 Prozent bei rund 11.347 Punkten aus dem Xetra-Handel, den niedrigsten Schlusstand seit Mitte Februar. Zeitweise waren die Verluste größer gewesen. Auch der EuroStoxx50 gab leicht nach.

Wall Road kommt nicht auf Touren

Von der Wall Road kamen keine Impulse. Der Dow bewegte sich in einem engen Band zwischen der Plus- und Minuszone hin und her. Drei Stunden vor Handelsschluss lag er 0,1 Prozent tiefer.

Droht die Rezession?

Die Anleger sorgen sich um die Konjunktur. Seit die US-Notenbank Fed am Mittwoch angekündigt habe, die Zinsen im laufenden Jahr nicht mehr zu erhöhen, mache die Angst vor einer Rezession die Runde, meinen Experten. “Wir stehen am Rande einer Rezession”, warnt Gerhard Rosenbauer vom Vermögensverwalter Avana Make investments. “Jetzt ist keine gute Zeit für Aktien”, glaubt er. Die Anlagestrategen der UBS senkten nach der starken Kurserholung seit den Tiefs im Dezember den Aktienanteil in ihrem Modellportfolio und raten zu Gewinnmitnahmen.

Inverse Zinskurve beunruhigt Experten

Als Alarmsignal gilt die inverse Zinskurve. Am Freitag rutschte die Rendite von US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit unter das Renditeniveau von Kurzläufern. Das sehen manche Ökonomen als Vorbote für eine nahende Rezession. “Das ist bedenklich, da dieser beliebte Rezessionsindikator, den auch die US-Notenbank Fed beobachtet, letztmalig 2007 auf rot stand”, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Financial institution.

Ifo-rraschung!

Ein Hoffnungsschimmer ist dagegen der Ifo-Index. Erstmals seit einem halben Jahr stieg er wieder – von 98,7 auf 99,6 Punkte. “Die Klimaaufhellung ist ein Hoffnungszeichen, aber nicht mehr”, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. “Der Konjunkturzug fährt weiter auf der Kriechspur.”

Brexit: Denn sie wissen nicht, was sie tun…

Mit sorgenvoller Miene blicken Börsianer außerdem nach Großbritannien, wo Premierministerin Theresa Could um ihr politisches Überleben kämpft. “Der Aufschub für den Brexit struggle kürzer als mancher gehofft hatte”, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Außerdem zeichne sich immer noch keine Mehrheit für die von Could ausgehandelte Scheidungsvereinbarung Großbritanniens und der EU ab. Das Pfund Sterling setzt dennoch seinen Erholungskurs fort und verteuert sich um 0,2 Prozent auf 1,3229 Greenback. Der Euro steigt auf 1,1315 Greenback.

Anleger flüchten in Gold und Bundesanleihen

Anleger flüchteten in Bundesanleihen und deckten sich mit Gold ein. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 1.321 Greenback je Feinunze. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee stieg um intestine ein Prozent auf über 67 Greenback je Barrel (159 Liter). Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen pendelte um die Marke von null Prozent.

Defensiv ist Trumpf

Im Dax waren vor allem defensive Titel wie Fresenius und die Tochter FMC gefragt. Sie steigen nach einer Empfehlung der Commerzbank um rund 1,four Prozent. Die verbesserte Geschäftsdynamik und die guten Aussichten seien nicht ausreichend in den Aktienkurs eingepreist, erklärte Commerzbank-Analyst Oliver Metzger.

Wirecard schwankt weiter heftig

Die Wirecard-Aktie setzte ihre Berg- und Talfahrt fort. Nach herben Verlusten drehte sie inzwischen ins Plus, bevor sie wieder fiel. Der Markt wartet immer noch mit Spannung auf Ergebnisse einer von Wirecard beauftragten externen Prüfung zu den Bilanzvorwürfen in der Niederlassung Singapur.

Bayer beendet Rechtsstreit um Xarelto

Der Bayer-Konzern greift für die Beilegung von rund 25.000 Klagen im Zusammenhang mit seinem Blutdrucksenker Xarelto tief in die Tasche: Bayer und sein Partnerunternehmen Janssen Prescribed drugs haben sich sich mit den Klägern auf einen Vergleich von 775 Millionen US-Greenback geeinigt. Der Vergleich werde nahezu alle in den USA anhängigen Klagen erfassen, teilte das Unternehmen mit. Bayer sei weiter davon überzeugt, dass die Klagen jeglicher Grundlage entbehrten. Alle sechs bisher verhandelten Verfahren seien zugunsten der Unternehmen ausgegangen. Doch ermögliche der Vergleich, Ablenkungen und hohe Kosten zu vermeiden, die durch eine Fortgang der Rechtsstreitigkeiten entstehen würden.

Scout 24 greift nach Cellular.de

Der Anzeigenportal-Betreiber Scout24 liebäugelt mit dem Kauf des Rivalen Cellular.de. Das Portal ist die Nummer eins in Deutschland für Gebrauchtwagen-Anzeigen vor der Scout-Tochter Autoscout24. Cellular.de ist Teil der Kleinanzeigen-Sparte von Ebay, die möglicherweise zum Verkauf steht. “Wir schauen uns das an”, sagte Scout24-Vorstandschef Tobias Hartmann am Montag.

Die US-Investoren Hellman & Friedman und Blackstone wollen bei Scout 24 wieder einsteigen und haben ein 5,7 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot angekündigt. Hartmann verspricht sich von den Investoren Unterstützung bei den nächsten Wachstumsschritten in Deutschland und Europa.

Adler Actual Property verkauft Gewerbeimmobilien

Das Berliner Immobilienunternehmen aus dem SDax hat am Morgen bekannt gegegeben, dass es über seine Tochtergesellschaft Brack Capital Properties N.V. Vermögenswerte in Höhe von 180,6 Millionen Euro an einen Non-public-Fairness-Käufer veräußert hat. Dies entspreche 37 Prozent des gesamten Gewerbeportfolios. Mit dem Erlös sollen hauptsächlich Bankschulden zurückgezahlt werden. Der Verkauf ist Teil der Strategie des Unternehmens, das Geschäft ausschließlich auf Wohneinheiten in Deutschland zu konzentrieren.

CropEnergies kürzt die Dividende

Die Südzucker-Tochter CropEnergies will wegen des Gewinneinbruchs die Dividende zusammenstreichen. Die Aktionäre sollen sich für das Ende Februar abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 mit einer Ausschüttung von 15 Cent je Aktie begnügen. 2018/19 schrumpfte der Umsatz wegen des Preisverfalls bei Ethanol um quick zwölf Prozent auf 779 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schmolz auf 72 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 peilt der Vorstand ein Ebitda von 60 bis 115 Millionen Euro und einen Umsatzanstieg auf 800 bis 900 Millionen Euro an.

Neue Boeing-Software program könnte bald fertig sein

Boeing hat nach Angaben aus informierten Kreisen mittlerweile den technischen Defekt behoben, der für den Absturz zweier Maschinen des Typs 737 MAX Eight verantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen habe eine Korrektur am Trimmsystem MCAS vorgenommen, hieß es am Wochenende aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen. Dafür spricht auch, dass Boeing eine Informationsveranstaltung für kommenden Mittwoch angesetzt hat. Mehr als 200 Piloten, leitende Techniker und Regulierer wurden nach Renton im US-Bundesstaat Washington eingeladen.

Die größte US-Fluggesellschaft American Airways streicht derweil wegen der Krise um die 737 Max Eight in den kommenden vier Wochen zahlreiche weitere Flüge. Bis zum 24. April sollen professional Tag etwa 90 Flüge wegfallen. American Airways besitzt 24 Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8.

Übernahmespekulationen um Avaya

Übernahmegerüchte treiben die Aktien des Anbieters von Kommunikations-Softwarelösungen Avaya am Montag um über 30 Prozent nach oben. Laut einem Medienbericht prüfe das Unternehmen derzeit die Offerte eines nicht näher genannten Finanzinvestors, die bei mehr als 20 Greenback je Aktie liegen soll. Am Freitag hatten die Papiere bei 13,21 Greenback geschlossen.

nb

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