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Dax kommt nicht in die Gänge | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Dax kommt nicht in die Gänge | Marktberichte


Stand: 14.01.2019, 11:50 Uhr

Die Börse sieht sich in der neuen Woche gleich einer ganzen Reihe von Belastungsfaktoren gegenüber. Ob Brexit-Desaster oder schwache Makro-Daten aus China, die Dax-Anleger halten sich bedeckt.

Der deutsche Leitindex bleibt auch am Mittag im Minus und ist zwischenzeitlich sogar unter die Marke von 10.800 Punkten zurückgefallen. Im bisherigen Tagestief ist es bis auf 10.789 Punkte bergab gegangen, das Tageshoch wurde bei 10.856 Punkten markiert. Besserung ist erst einmal nicht in Sicht, denn auch die Futures auf die großen US-Indizes stehen im Minus.

China-Daten enttäuschen

Für miese Stimmung bei den Investoren sorgen die am Morgen veröffentlichten Handelsdaten aus China. Die Exporte gingen im Dezember im Jahresvergleich um 4,Four Prozent zurück, das battle der schwächste Wert seit zwei Jahren. Auch die Importe sanken um 7,6 Prozent deutlich.

“Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Handelsstreit seine Spuren nicht nur an den Finanzmärkten hinterlassen hat, sondern sich auch in der realen Wirtschaft mehr und mehr niederschlägt”, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Dealer AxiTrader.

Brexit und kein Ende

Hinzu kommt das Dauerthema Brexit, das in dieser Woche auf den bisherigen Höhepunkt zusteuert. Denn morgen wird die entscheidende Abstimmung im Unterhaus, dem britischen Parlament, stattfinden, über den Scheidungsvertrag der Regierung mit der EU.

Eine Mehrheit ist nicht in Sicht, so dass ein ungeregelter Austritt aus der EU am 29. März droht. Ein Szenario, vor dem Wirtschaftsverbände immer wieder vehement gewarnt haben. Die endgültigen Konsequenzen bleiben unklar.

“Die Verunsicherung über den Brexit wird noch eine ganze Woche andauern”, sagte Chefstratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Denn im Fall einer Ablehnung des Abkommens mit der EU müsse die Regierung Could binnen drei Tagen einen Plan B vorlegen und stehe mithin “enorm unter Zeitdruck”.

An der Börse kommt so etwas natürlich gar nicht intestine an, denn nichts hassen die Märkte mehr als Unsicherheit – und davon dürfte es bald jede Menge geben. Das britische Pfund gibt am Mittag leicht nach auf 1,2828 Greenback.

Lufthansa gefragt, ansonsten viel Tristesse

Unter den Einzelwerten profitieren Lufthansa von den fallenden Ölpreisen und stehen als bester Dax-Wert an der Index-Spitze. Auch der Zahlungsabwickler Wirecard gehört zu den größten Verlierern. Ansonsten gehen die Verluste quer durch alle Branchen. Die als defensiv geltenden Beiersdorf-Anteilsscheine geraten nach einer Verkaufsempfehlung unter Druck und fallen auf den niedrigsten Strand seit zwei Jahren.

Continental-Aktien reagieren ebenfalls mit Verlusten auf die vorläufigen Quartalszahlen, verlieren allerdings nur unterdurchschnittlich. Die schwachen Zahlen waren erwartet, allerdings kommt der gedämpfte Ausblick bei den Anlegern nicht intestine an.

Am Nachmittag könnte aber noch etwas Bewegung in den Aktienmarkt kommen, denn mit den Zahlen der Citigroup (ab 14:00 Uhr MEZ) beginnt in Amerika die Berichtssaison für das vierte Quartal. Auch morgen werden mit Wells Fargo und Dow-Mitglied JPMorgan Chase zwei weitere Branchenschwergewichte erwartet.

Euro fällt zurück

Der Euro baut am Mittag seine leichten Verluste vom Frühhandel aus. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1456 US-Greenback. Unter Druck standen zu Wochenbeginn dagegen der australische und der neuseeländische Greenback. Am Markt wurden schwache Daten vom chinesischen Außenhandel als Grund genannt.

Trump droht der Türkei

Die türkische Lira gibt gegen den Greenback nach. Dies, nachdem Präsident Trump der Türkei wenig diplomatisch mit der “wirtschaftlichen Zerstörung” gedroht hat, sollte das Land die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien angreifen.

“Der schon seit vergangener Woche anhaltende Abwärtstrend der Lira wurde durch die Aussagen von Trump verstärkt”, sagte ein Devisenhändler. Die YPG gilt als Verbündeter der USA im Kampf gegen den IS, die Türken sehen sie aber als Terrororganisation an.

Ölpreise auf dem Rückzug

Die schwachen chinesischen Exportzahlen haben auch Auswirkung auf den Ölmarkt. Die Daten sind kein gutes Omen für die ohnehin schwächelnde Weltwirtschaft und die Rohölnachfrage. China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt gilt als Gradmesser für die globale Konjunktur.

Die Preise sind am Montag mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Am Markt wurden neben den schwächeren Handelsdaten auch noch ein stärkerer Greenback als Begründung genannt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Mittag rund 1,5 Prozent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 1,7 Prozent auf 50,67 Greenback. Der Goldpreis legt zu auf 1.294 Greenback je Feinunze.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental rechnet 2019 wegen der schwachen Automärkte mit einer weiter sinkenden Profitabilität. Die Ebitmarge werde im laufenden Jahr zwischen Eight und 9 Prozent liegen. Experten hatten bisher für das laufende Jahr eine Marge von 9,2 Prozent erwartet. 2018 fiel die Marge auf 9,2 (2017: 10,8) Prozent.

Beim Umsatz peilt Continental einen Anstieg auf 45 bis 47 (2018: rund 44,4) Milliarden Euro an. Hier liegt die durchschnittliche Prognose der Analysten bei 46 Milliarden Euro. Die Anleger reagieren enttäuscht auf die Prognose.  | mehr

Lufthansa: Weniger Kerosinkosten als erwartet

Die Aussicht auf einen geringeren Anstieg der Treibstoffkosten lässt die Investoren bei Lufthansa zugreifen. Die Fluglinie rechnet wegen der zuletzt wieder gefallenen Ölpreise in diesem Jahr mit einem Anstieg der Kerosinkosten auf 6,three Milliarden Euro von 6,1 Milliarden Euro. Bislang hatte sie rund sieben Milliarden Euro erwartet. “Diese Nachricht kommt positiv bei Anlegern an”, sagte ein Händler.

Kartellamt gegen Zugfusion von Siemens/Alstom

Siemens und Alstom müssen im Ringen um die Genehmigung der Fusion zum größten europäischen Zughersteller einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Das Bundeskartellamt habe in der vergangenen Woche seine kartellrechtlichen Bedenken gegen das Vorhaben in einem vertraulichen Schreiben an die EU-Wettbewerbsbehörde bekräftigt, berichtete die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

Die Wettbewerbsbedenken blieben für die Märkte Hochgeschwindigkeitszüge und Signalanlagen, die von der Fusion betroffen wären, bestehen, zitierte die Zeitung aus dem ihr vorliegenden Schreiben der Bonner Behörde. Auch gehe das Kartellamt nicht davon aus, dass die Zusagen der beiden Unternehmen die grundlegenden Wettbewerbsbedenken lösen könnten. Die EU-Kommission will bis zum 18. Februar über eine Genehmigung des Zusammenschlusses entscheiden.

VW-Chef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett wollen heute auf der Detroiter Automesse ihre weitere Zusammenarbeit bekanntgeben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur “Reuters”.

Kooperieren wollen beide Unternehmen im Bereich Nutzfahrzeuge (Transporter und Choose-Ups), Roboterautos oder E-Mobilität. VW prüft Investitionen in die Ford-Sparte Autonomes Fahren, Ford zeigt Interesse an einer Lizensierung des VW-Elektrobaukastens MEB.  | mehr

T-Programs verkauft Großrechner-Geschäft an IBM

Die Telekom-Tochter T-Programs, in der das Großkundengeschäft gebündelt ist, verkauft den Betrieb der Großrechner an den US-Konzern IBM. Nach Medienberichten werden 860 Millionen Euro dafür fällig. Ein Sprecher der Telekom wollte sich zum Preis nicht äußern.

Er erklärte aber, IBM und T-Programs würden ihre Zusammenarbeit im Bereich Mainframe Companies vertiefen wollen. Bestehende Kundenverträge blieben unberührt. “T-Programs wird weiterhin Mainframe Companies anbieten, aber künftig gemeinsam mit IBM”, hieß es weiter. Die Sparte T-Programs gilt als Sorgenkind der Telekom und soll restrukturiert werden.

Fraport 2018 auf Rekordkurs

Der Frankfurter Flughafen hat 2018 Bestmarken bei den Passagierzahlen verbucht. Am größten Airport Deutschlands stieg die Zahl der Fluggäste um 7,Eight Prozent auf 69,5 Millionen, wie Fraport am Montag mitteilte. Das sei der größte absolute Zuwachs in der Geschichte des Unternehmens, sagte Firmenchef Stefan Schulte.

Die Zahl der Flugbewegungen stieg 2018 um 7,7 Prozent auf 512.115 Begins und Landungen. Die weltweiten Handelshemmnisse und Unsicherheiten sorgten derweil beim Cargo-Aufkommen für ein leichtes Minus von 0,7 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen. Für 2018 strebt Fraport ein operatives Ergebnis von 1,11 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 430 Millionen Euro an.

Dialog Semiconductor erreicht gerade so das Ziel

Der Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im vierten Quartal das untere Ende seiner Umsatzprognose erreicht. Die Erlöse lagen bei 431 Millionen US-Greenback, wie das Unternehmen anhand vorläufiger Berechnungen mitteilte. Dialog Semi battle zuvor von 430 bis 470 Millionen Greenback ausgegangen. Auch im Gesamtjahr kratzte der Konzern, der noch stark von seinem Großkunden Apple abhängig ist, an seiner Prognose: Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf rund 1,44 Milliarden Greenback, als Ziel ausgegeben waren rund 1,46 Milliarden Greenback. Die Aktie, die zunächst absackte, erholt sich im Hndelsverlauf jedoch deutlich. Am Mittag steht sie in Sdax und TecDax an der Spitze.

rm

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