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Dax: Angst vor dem Chaos-Brexit | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Dax: Angst vor dem Chaos-Brexit | Marktberichte


Stand: 19.11.2018, 20:00 Uhr

Investoren machen sich ernsthaft Sorgen. Der harte Brexit ist nicht mehr ganz so abwegig. Der Dax verliert, das Pfund sowieso. Die Wall Road senkt auch für morgen die Daumen. Und am Mittwoch droht der nächste Akt im Italien-Drama.

Es fehlen wohl nur noch fünf Stimmen für eine Abstimmung über ein Misstrauensvotum gegen Theresa Could. Morgen muss sich die britische Premierministerin dem womöglich stellen. Noch ungemütlicher für die Börsen dürfte es aber im Dezember werden, wenn der Scheidungsvertrag mit der EU durchs britische Parlament muss. Mays Konservative Partei hat keine eigene Mehrheit. Abgeordnete der nordirischen Partei DUP, die Mays Tory-Regierung toleriert, wollen gegen den Vertrag stimmen.

“Could also be or not”

Dann droht ein Chaos-Brexit. “Could also be or not”, titelte LBBW-Analyst Hans-Peter Kuhlmann. “Ihre Gegner von rechts und hyperlinks wissen allerdings, dass ein ungeordneter Austritt huge Risiken birgt.” Anleger täten intestine daran, mit dem schlimmstmöglichen Szenario zu rechnen, fasst Fondsmanager Thomas Altmann die Stimmung zusammen. “Von Neuwahlen bis hin zu einem neuen Referendum oder der Akzeptanz des Offers ist hier alles möglich.”

Wall Road auf Talfahrt

Anleger gehen vorsichtshalber in Deckung. Der Dax verliert 0,9 Prozent auf 11.245 Punkte. Die schwache Wall Road setzte der Börsenstimmung in Europa zusätzlich zu. Und morgen könnte die Talfahrt weitergehen: Denn der amerikanische Dow Jones verlor nach dem Handelsschluss hierzulande noch weiter. Zur Stunde notiert er 1,eight Prozent im Minus. Der L-Dax vergrößerte entsprechend sein Minus auf über ein Prozent.

In den USA trübt der schwelende Handelsstreit des Landes mit China die Kauflaune. Erstmals in der Geschichte der Wirtschaftsgipfel des Asien-Pazifik-Raums (Apec) hatten sich die Teilnehmer am Wochenende nicht auf ein gemeinsames Abschlusskommunique einigen können. Eine rasche Lösung in dem Konflikt sei unwahrscheinlich, sagten Händler. Noch deutlicher abwärts geht es bei Technologieaktien, der Nasdaq 100 verliert mehr als zwei Prozent. Erneute Spekulationen über eine lahmende iPhone-Nachfrage bei Apple drücken die Stimmung.

Pfund Sterling unter Druck

Inmitten des politischen Gerangels in Großbritannien fällt das britische Pfund immer weiter. Zeitweise hat es bis auf 1,1195 Euro nachgegeben. Neben dem drohenden Misstrauensvotum belasten auch Meldungen, wonach Spanien wegen der Gibraltar-Frage nicht mit dem Einigungsentwurf einverstanden sei.

Das Brexit-Abkommen könnte ein “Schuss in den Ofen” für Großbritannien sein, meint der Dealer IG mit Blick auf die weiter ausdehnbare Überbrückungsperiode nach dem Brexit. Während Could diese herunterspiele, bleibe der Markt skeptisch. Zahlreiche Institutionen planten bereits intensiv ihre Verlagerungen. Die Londoner Börse gab heute bekannt, dass sie den Handel mit Euro-Anleihen nach Mailand verlegen wolle.

Italien – Mittwoch wird’s ernst

Die Italienproblematik ist zwar etwas in den Hintergrund gerückt, aber am Mittwoch dürfte sie wieder aufs Tapet kommen. Dann will die EU-Kommission laut Insidern ein Strafverfahren gegen Italien auf den Weg bringen.

Euro über 1,14 Greenback

Am Devisenmarkt setzen Aussagen von Vertretern der US-Notenbank Fed, die sich vorsichtig zum weltweiten Konjunkturausblick äußern, den Greenback unter Druck. Im Gegenzug steigt der Euro bis auf 1,1454 Greenback.

Opec-Spekulationen stützen Ölpreise

Anhaltende Spekulationen auf eine Drosselung der Opec-Förderung treiben die Ölpreise zunächst weiter an. Laut Insiderberichten vom Freitag denkt das Ölkartell über Produktionskürzungen von bis zu 1,four Millionen Barrel professional Tag nach, um einen Preisverfall an den Weltmärkten zu verhindern.

Der Goldpreis zollt dem nachgebenden Greenback Tribut. Aktuell zahlen Anleger 1.220 Greenback für eine Feinunze des gelben Edelmetalls.

Starke Kursbewegung

Unter den Einzelaktien ging es im Dax für Linde aufwärts. Die Fusion des deutschen Industriegaseherstellers mit Praxair aus den USA sei eine exzellente Kombination und schaffe Werte, schrieb Analyst Tim Jones von der Deutschen Financial institution. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) legten ähnlich stark zu, nachdem der Autobauer die Margenziele auf Konzernebene sowie für die Marken VW, Audi und Porsche für die Jahre 2020/2025 bestätigt hatte.

Wirecard – immer weiter abwärts

Am Dax-Ende rangiert Wirecard. Der Aktienkurs rutschte unter die viel beachtete 200-Tage-Linie, die derzeit etwas unter 142 Euro verläuft. Die Linie gilt als Indikator für den längerfristigen Pattern.

Ausgehend von ihrem Rekordhoch bei 199 Euro Anfang September hat das Papier inzwischen rund 28 Prozent eingebüßt. Seit Jahresanfang stehen aber immer noch Kursgewinne von mehr als 50 Prozent zu Buche. Der Zahlungsabwickler befindet sich ungebrochen auf Wachstumskurs.

Schwach auch die Aktien von Fresenius. Seit der Gewinnwarnung der Dialyseanbieter-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) Mitte Oktober kommen die Papiere des Unhealthy Homburger Medizinkonzerns kaum mehr auf die Beine.

An der MDax-Spitze zogen die Papiere von 1&1 Drillisch um rund 6 Prozent an. Börsianer verwiesen darauf, dass der endgültige Entwurf der Bundesnetzagentur für die Vergabe der neuen Frequenzen für schnellen Mobilfunk (5G) positiver als zuvor für einen potenziellen vierten Netzbetreiber wie 1&1 Drillisch ausfalle.

SAP verstärkt sich bei Künstlicher Intelligenz

Noch ein Zukauf: SAP übernimmt das französische Startup Contextor, das auf Softwareroboter spezialisiert ist. Die SAP-Aktie verliert heut, wobei wohl auch die milliardenschweren Übernahme vergangene Woche noch auf dem Papier lastet. SAP kauft das US-Unternehmen Qualtrics für eight Milliarden US-Greenback. Analysten der NordLB nannten den Kaufpreis für die Übernahme “recht sportlich”.

Volkswagen-Chef Herbert Diess hat einen Rückstand bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos eingestanden. Man müsse zugeben, dass etwa die Google-Tochter Waymo bei fahrerlosen Fahrzeugen ein bis zwei Jahre vorn liege, räumte Diess laut “Welt am Sonntag” bei einer Konferenz zur Künstlichen Intelligenz (KI) ein.  | mehr

Grand Metropolis plötzlich ganz kleinlaut

Grand Metropolis Properties hat sein Jahresziel nach unten präzisiert: Der im MDax notierte Immobilienkonzern sieht sein operatives Jahresergebnis FFO 1 nun bei 197 Millionen Euro und damit am unteren Ende der bisherigen Zielspanne von 196 bis 201 Millionen Euro.

Die Aktien der Immobiliengesellschaft zählen am Vormittag zu den Schlusslichtern im MDax. Allerdings hatten sie seit Jahresbeginn einen vergleichsweise guten Lauf: Während der Index der mittelgroßen Werte rund 9 Prozent einbüßte, legten Grand Metropolis zugleich rund 9 Prozent zu.

Säure-Angriff: Innogy setzt Belohnung aus

Rund acht Monate nach dem Säure-Anschlag auf den Innogy-Supervisor Bernhard Günther hat der Energiekonzern eine Prämie für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat und zur Ergreifung des Täters führen. Die Belohnung betrage bis zu 80.00Zero Euro, teilte das Unternehmen am Montagmorgen mit.

Eine Übernahmeofferte von Zeal Community beschert dem On-line-Lotterievermittler Lotto24 den größten Kurssprung seit etwa fünfeinhalb Jahren. Die Aktien steigen um knapp 14 Prozent auf 14,38 Euro. Der Glücksspielanbieter Zeal Community bietet für jeweils 1,6 zum Umtausch eingereichte Aktien von Lotto24 einen eigenen Anteilsschein.  | mehr

Der US-Investor Elliott hat sich beim Telekommunikationskonzern Telecom Italia durchgesetzt und den Investmentbanker Luigi Gubitosi als neuen Boss installiert. Der Ex-Chef ruft jetzt zur Aktionärsrevolte auf.  | mehr

Schwarzer Tag für die Renault-Aktie. Das Papier des französischen Autobauers rauscht in den Keller. Denn Firmenchef Carlos Ghosn wurde in Japan wegen Vorwürfen der Veruntreuung festgenommen. Ihm droht womöglich der Rauswurf bem japanischen Renault-Accomplice Nissan.  | mehr

Der Batteriehersteller will im kommenden Jahr in die Massenproduktion für E-Auto-Bateriezellen einsteigen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut wird eine Fertigungslinie für großformatige Batteriezellen aufgebaut.  | mehr

Merck: Neuer Flop mit Avelumab

Neuer Rückschlag mit dem Hoffnungsträger Avelumab: Der Darmstädter Pharmakonzern Merck hat für das Krebsmittel keine signifikante Wirkung bei Eierstockkrebs feststellen können. Es handelte sich um eine Studie der Section III-Studie; allerdings will Merck die Daten weiter analysieren, da sie auf “potenzielle klinische Aktivität” hindeuten. Einen Rückschlag hatte Merck mit dem Mittel bereits in einer Lungenkrebs-Studie erlitten. Avelumab wird aber auch an zahlreichen weiteren Krebsarten getestet.

Apple kürzt

Bei Apple schwächelt offenbar die Nachfrage nach den drei neuesten iPhones. Laut einem Medienbericht reduziert Apple daher die Aufträge für seine Zulieferer. Seit September reduziere der iPhone-Konzern seine Fertigungsaufträge reduziert, berichtet das “Wall Road Journal” am Montag unter Berufung auf Insider. Ähnliches hatte jüngst die japanische Wirtschaftszeitung “Nikkei” unter Berufung auf Zuliefererkreise berichtet. Apple selbst hatte zudem technische Probleme an einigen iPhones und Computern eingeräumt. 

Steinhoff kommt bei Sanierung voran

Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff macht bei der finanziellen Sanierung seines Europa-Geschäfts Fortschritte. Seit Montag liegt ein Vorschlag für eine Umschuldung bei der ursprünglich in Österreich angesiedelten Steinhoff Europe AG (SEAG) auf dem Tisch. Im Januar steigt der Chef-Sanierer zum Vorstandschef auf. Louis du Preez, der Mitte 2017 als Chefjustiziar zu Steinhoff gekommen conflict, übernimmt den Posten von Danie van der Merwe, der nach der Aufdeckung eines Bilanzskandals vor knapp einem Jahr zum Interims-Chef ernannt worden conflict. Die Aktie steigt heute kräftig. Der Möbelhändler ist seit Ende 2017 in einen Bilanzskandal verwickelt.

Aus für Diabetiker-Kontaktlinse von Google

Eines der bekanntesten Gesundheitsprojekte des Google-Mutterkonzerns Alphabet – eine digitale Kontaktlinse für Diabetiker – ist wegen mangelnder Erfolgsaussichten gestoppt worden. Die 2014 vorgestellte Idee conflict, den Blutzuckergehalt in der Tränenflüssigkeit zu messen.

Es gelang zwar, dafür Sensoren und Sender in Kontaktlinsen unterzubringen, erklärte die auf Gesundheit spezialisierte Google-Schwesterfirma Verily am Wochenende. Doch es gelinge nicht, verlässlich den Blutzuckergehalt anhand der Glukosekonzentration in der Tränenflüssigkeit zu bestimmen.

Der Ausverkauf bei Kryptowährungen geht weiter. Der Bitcoin fiel Richtung 5.00Zero Greenback. An den Börsen spricht man von einer breit angelegten schlechten Stimmung für Kryptowährungen.  | mehr

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