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Das battle wohl nix | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Das battle wohl nix | Marktberichte


Stand: 27.03.2019, 17:35 Uhr

Kurz aufgebäumt, und dann doch wieder zurückgeschreckt. Der Dax konnte am Mittwoch letztlich keinen Boden gutmachen. Am Nachmittag bescherten wackelige US-Börsen den Anlegern eine Schaukelfahrt. Befürchtungen über eine schwächere Konjunktur ließen am Ende keine Kursgewinne übrig.

Stark gestartet und dann deutlich in Minus battle am Nachmittag der Dow-Jones-Index gedreht. Der Dax rutschte entsprechend bis zum Handelsschluss auf Xetra auch wieder in die Minuszone. An der Wall Road setzten sich laut Marktbeobachtern in der Handelssitzung die Konjunkturpessimisten durch. Neben einigen ungünstigen Wirtschaftsdaten vergangenen Tage verwiesen sie auch auf die fallende Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen. Die liegt inzwischen wieder unter der Rendite von kürzer laufenden Anleihen, in der Vergangenheit oft ein Zeichen für eine herannahende Rezession.

EZB befürchtet Konjunktureintrübung

Auch Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi können in dieser Richtung ausgelegt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält inzwischen einen längeren Aufschub der Zinswende durchaus für möglich, wie Draghi auf einer Notenbank-Konferenz in Frankfurt sagte. Das wäre im Fall einer weiteren Konjunktureintrübung wohl die Possibility der Notenbank. Und man habe für diesen Fall auch “keinen Mangel an Instrumenten, um unser Mandat zu erfüllen”.

Brexit und kein Ende

Auch von der unendlichen Brexit-Geschichte konnten sich die Investoren offenbar nicht ganz freimachen. Das Entscheidungs-Chaos in London geht derweil unvermindert weiter. So will das britische Parlament heute mit Probeabstimmungen über various Brexit-Szenarien beginnen. Ein chaotischer Brexit ohne Deal bleibt aus Sicht von Experten damit weiterhin möglich. Für wahrscheinlicher wird inzwischen aber nun ein “softerer Brexit” oder sogar ein zweites Brexit-Referendum gehalten.

Euro schwächelt schon wieder

Die Gemeinschaftswährung hatte sich am Mittag auf 1,1280 erholt, kippt am Nachmittag aber spiegelverkehrt zum Dax, wieder in Richtung 1,1250 Greenback ab. Offenbar wirkten die Zins-Äußerungen von der EZB entsprechend als Belastung für den Euro. Über dem Devisenmarkt schwebt weiterhin aber auch das Brexit-Damoklesschwert. Das britische Pfund tendiert am Nachmittag aber einigermaßen stabil bei rund 1,32 Greenback.

Ölpreise im Rückwärtsgang

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach anfänglichen Gewinnen gefallen. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,90 US-Greenback. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel auf 59,28 Greenback. Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Zuletzt hatten außerdem Konjunkturängste an den Märkten die Oberhand gewonnen und riskantere Anlagen, zu denen auch Rohstoffe gehören, unter Druck gesetzt. Kaum verändert battle zur Wochenmitte der Goldpreis, die Feinunze Gold notiert derzeit bei 1.310 Greenback.

Deutsche Financial institution, Covestro und Lufthansa vorn

Im Dax legten am Mittwoch Papiere der Deutschen Financial institution und von Covestro am deutlichsten zu. Auch Lufthansa-Aktien gehörten zu den klaren Gewinnern. Die Airline prüft nach eigenen Angaben den Teilverkauf ihrer Catering-Tochter LSG Sky Cooks. Mögliche Käufer hätten Informationen zur Sparte erhalten und seien zu Geboten Anfang April aufgerufen worden, so das Unternehmen.

Wirecard: Analysten erleichtert

Wirecard-Papiere gehörten zu den schwächsten Dax-Titeln. Nachdem sie am Dienstag dramatische Gewinne von bis zu 30 Prozent verzeichnet hatten, ging es nun moderat Prozent rückwärts. Analysten zeigen sich derweil erleichtert und sehen eine Entlastung des Managements durch die am Vortag präsentierten Untersuchungsergebnisse über vermeintlich fehlerhafte Buchungen von Umsätzen.

Infineon-Aktie fällt nach Gewinnwarnung

Papiere des Halbleiterherstellers verloren im Dax rund fünf Prozent. Infineon hat seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr weiter nach unten korrigiert. Wegen der nachlassenden Autonachfrage in China und globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten würden das Umsatzplus und die Profitabilität geringer ausfallen als bisher erwartet. Infineon hatte bereits im Februar seine Wachstumsziele für das im September auslaufende Geschäftsjahr 2018/19 gesenkt. Nun werde ein Umsatzanstieg auf lediglich acht Milliarden Euro erwartet, teilte das Unternehmen mit. Die konzernweite Umsatzrendite (Segmentergebnis-Marge) werde 16 Prozent betragen, anstelle der zuletzt in Aussicht gestellten 17,5 Prozent.

Scholz wiegelt bei Bankenfusion ab

Deutsche Financial institution-Aktien schlossen am Mittwoch an der Dax-Spitze. Dabei hält sich die Regierung nach Worten von Finanzminister Olaf Scholz bei der möglichen Fusion von Deutscher Financial institution und Commerzbank erst einmal zurück. “Die Vorstände dieser beiden privaten Banken haben entschieden, dass sie die Möglichkeit einer Fusion ergebnisoffen untersuchen wollen. Sie sind im Fahrersitz, nicht die Regierung”, sagte der SPD-Politiker der “FAZ”. Dass das Finanzministerium mit allen Kreditinstituten spreche, stimme. Das gehöre zu seinen Aufgaben.

Aktien der Commerzbank schlossen nach der Vorlage des Geschäftsberichts an der MDax-Spitze. Die gelbe Financial institution blickt zuversichtlich auf das laufende Jahr und erwartet dabei ein leichtes Ergebnisplus.

Gleichzeitig bleibt die Fusionsfantasie mit der Deutschen Financial institution im Markt. Bankchef Martin Zielke hatte zuletzt eine gewisse Sympathie für ein Zusammengehen erkennen lassen – vor allem das Investmentbanking könne für die Commerzbank interessant sein. Er strebe eine zügige Entscheidung an, hatte Zielke jüngst in einem Transient an die Mitarbeiter erklärt. Auch die Papiere der Deutschen Financial institution gehören im Dax zu den größten Gewinnern.  | mehr

Bayer: Tag der Entscheidung im Glyphosatprozess

Bayer-Aktien schlossen am Mittwoch nur leicht im Minus. Heute wird das Urteil der sechs Geschworenen in San Francisco zum Glyphosat-Mittel “Roundup” erwartet. Die Jury muss entscheiden, ob das Unternehmen von einer Krebsgefahr wusste und diese vernachlässigt hat. Um 16 Uhr deutscher Zeit kommen die Geschworenen zusammen, um ihr Urteil zu fällen. Bereits zum Auftakt des Prozesses vor einer Woche waren die Geschworenen der Meinung, dass Glyphosat krebserregend ist.

Der Volkswagen-Konzern will offenbar eine Partnerschaft mit Amazon eingehen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vereinbarten die beiden Konzerne eine Zusammenarbeit bei Cloud-Diensten, deren Particulars demnächt bekannt gegeben werden sollen. Amazon soll VW entscheidend dabei helfen, die Produktivität von VW-Fabriken zu erhöhen. VW-Chef Herbert Diess hatte zuletzt als Ziel vorgegeben, dass die Konzernwerke bis zum Jahr 2025 um ein Drittel produktiver arbeiten sollen.  | mehr

Die Aktie von Südzucker sackten am Mittwoch um zwölf Prozent ab. Europas größtem Zuckerkonzern bricht der Gewinn weg. Vorläufigen Zahlen zufolge fiel das operative Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2018/19 (bis Ende Februar) auf rund 25 Millionen von zuvor 445 Millionen Euro. Der Konzernumsatz sank von 6,98 Milliarden Euro auf 6,75 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wird nur noch ein operatives Konzernergebnis zwischen null und 100 Millionen Euro erwartet. Im Phase Zucker wird mit einem weiteren operativen Verlust zwischen 200 und 300 Millionen Euro gerechnet.  | mehr

Nordex-Aktie bekommt Flügel

Nordex-Aktien verbuchten Kursgewinne von quick zehn Prozent und haben damit ein neues Hoch seit Mai 2017 erreicht. Oddo BHF-Analyst Anis Zgaya hatte zuvor sein Kursziel auf 16 Euro aufgestockt und ist damit nun der optimistischste unter den Experten, die Nordex beobachten. Laut Zgaya gibt es bei dem Unternehmen ein “günstiges Momentum” und rechnet mit anhaltend starkem Auftragseingang. Die jüngsten Orders bestätigten zudem den Pattern steigender Preise für neue Modelle. Auf dem aktuellen Kursniveau seien Nordex-Papiere noch deutlich günstiger bewertet als Vestas und Siemens Gamesa.

HHLA voller Tatendrang

Nach kräftigen Zuwächsen im vergangenen Jahr erwartet der Hamburger Hafenkonzern HHLA aus dem SDax für 2019 erneut einen höheren Betriebsgewinn. Der Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) des Teilkonzerns Hafenlogistik solle in diesem Jahr deutlich zulegen, teilte die HHLA am Mittwoch mit. Das entspreche einem Zuwachs um fünf bis zehn Prozent.

2018 battle das operative Ergebnis um ein Fünftel auf 188 Millionen Euro gestiegen. Das lag auch daran, dass Belastungen wegfielen. Der Reingewinn nach Anteilen Dritter sprang sogar um rund 45 Prozent auf 103 Millionen Euro. Daraus sollen die Aktionäre eine um 13 Cent erhöhte Dividende von 80 Cent je Anteilsschein erhalten.

Die Ertragskraft will die HHLA durch weitere Investitionen in die Automatisierung der Abläufe an den Containerterminals und die Ausweitung des Intermodalgeschäfts weiter steigern. Insgesamt fließt im Zeitraum 2018 bis 2023 eine Milliarde Euro in die Geschäftsfelder, der Großteil davon ins börsennotierte Kerngeschäft.

Indus will wieder zulegen

Die auf den Erwerb mittelständischer Unternehmen spezialiserte Beteiligungsfirma sieht sich weiter auf Wachstumskurs. Der Vorstand peilt bei einem leichten Umsatzplus auf 1,72 bis 1,77 (Vorjahr: 1,71) Milliarden Euro einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebit) auf 156 bis 162 (150,8) Millionen Euro an.

Schwer vorhersehbar sei aber die Entwicklung der Fahrzeugtechnik, die erheblich von der Nachfrage der großen Automobilhersteller und deren Absatzentwicklung abhänge. Vorläufige Ergebnisse hatte das SDax-Unternehmen bereits im Februar veröffentlicht. Dabei wurden die Erwartungen verfehlt.

SGL Carbon erwartet keine großen Sprünge

Der Kohlenstoff-Spezialist hat 2018 seine Jahresziele leicht übertroffen. Bei einem Umsatzanstieg um 21,Eight Prozent auf 1,048 Milliarden Euro legte das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen um 61 Prozent auf 64,6 Millionen Euro zu.

Im laufenden Jahr peilt der Vorstand einen Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich an, während das Ebit wohl auf dem Vorjahresniveau stagnieren dürfte.

Beim Wiesbadener Unternehmen, dessen Streubesitz bei 43,7 Prozent liegt, ist unter anderem die Beteiligungsgesellschaft SKion der Industriellen-Erbin Susanner Klatten mit über 27 Prozent beteiligt. Auch die Autokonzerne BMW und VW sind Eigner. Susanne Klatten ist wiederum auch Großkationärin bei BMW.

Southwest warnt wegen Boeing

Die US-Fluggesellschaft hat nach dem jüngsten Absturz einer Boeing-Maschine ihre Prognose für das erste Quartal eingedampft. Der Ertrag professional verfügbarer Sitzmeile werde um etwa zwei bis drei Prozent steigen statt wie ursprünglich geplant um drei bis vier Prozent. Nach zwei Abstürzen gilt ein Flugverbot für Boeing-Maschinen des Typs 737 MAX. Southwest Airways ist mit 280 Bestellungen der größte Einzelkunde für das Modell und hat 31 Maschinen im Betrieb, die derzeit alle am Boden bleiben müssen. Southwest Airways erklärte, durch das Flugverbot und weitere adverse Einflüsse seien dem Konzern im ersten Quartal 150 Millionen Greenback an Umsatz verloren gegangen.

Die Aktien des US-Fahrdienstvermittlers Lyft treffen laut einem Zeitungsbericht vor dem Börsengang in New York auf hohe Nachfrage. Der Uber-Rivale habe Investoren bereits mitgeteilt, dass der Ausgabepreis der Papiere über der zunächst angepeilten Spanne zwischen 62 und 68 Greenback liegen dürfte, schrieb das “Wall Road Journal” am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Damit würde das Unternehmen insgesamt mit mehr als 23 Milliarden Greenback (20 Millairden Euro) bewertet. Lyft will mehr als zwei Milliarden Greenback bei Anlegern einsammeln. Am Freitag ist das Debüt an der Technologie-Börse Nasdaq geplant. Der deutlich größere Konkurrent Uber bereitet ebenfalls einen Börsengang vor. Hier stellten Banken laut US-Medien bereits eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Greenback in Aussicht.  | mehr

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