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Das conflict wohl nix | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Das conflict wohl nix | Marktberichte


Stand: 27.03.2019, 20:05 Uhr

Wieder ein Börsentag mit viel Auf und Ab, aber letztlich ohne Landgewinn: Der Dax beendete am Mittwoch seine Erholungsbewegung der vergangenen Handelstage. Zur offenen Brexit-Frage gesellten sich noch Befürchtungen um eine schwächelnde Weltwirtschaft.

Eine Rüttelpartie veranstalteten auch die US-Börsen noch am Mittwochabend. Der Dow-Jones-Index pendelte zwischen 25.400 und 25.700 Punkten auf und ab. Bis zum Ende des Parketthandels in Deutschland hatte er die zwischenzeitlichen Verluste aber wieder quick wettgemacht. So konnte sich auch der Late-Dax in Frankfurt von seinem Xetra-Schlussstand noch ein wenig nach oben hangeln.

EZB will Zinswende aufschieben

Für steigende Konjunkturbedenken sorgten etwa Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi am Mittag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält inzwischen einen längeren Aufschub der Zinswende durchaus für möglich, wie Draghi auf einer Notenbank-Konferenz in Frankfurt sagte. Das wäre im Fall einer weiteren Konjunktureintrübung wohl die Possibility der Notenbank. Und man habe für diesen Fall auch “keinen Mangel an Instrumenten, um unser Mandat zu erfüllen”.

Achtung, sinkende Renditen!

An der Wall Avenue verwiesen Experten neben einigen ungünstigen Wirtschaftsdaten in den vergangenen Tagen auch auf die fallende Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen. Die liegt inzwischen wieder unter der Rendite von kürzer laufenden Anleihen, in der Vergangenheit oft ein Zeichen für eine herannahende Rezession.

Might stellt Rücktritt in Aussicht

Auch von der unendlichen Brexit-Geschichte konnten sich die Investoren offenbar nicht ganz freimachen. Die britische Premierministerin Theresa Might hat am Abend kurz vor einer wegweisenden Abstimmung über Alternativen zum Brexit-Vertrag im Unterhaus ihren baldigen Rücktritt angeboten. Es gebe den Wunsch nach einem “neuen Ansatz, einer neuen Führung”, erklärte Might. Sie werde dem nicht entgegenstehen. “Aber wir müssen das Abkommen durchbringen und den Brexit abschließen.”

Euro kommt nicht voran

Die Gemeinschaftswährung pendelt am Abend bei Kursen um 1,1260 Greenback erholt. Offenbar wirkten die Zins-Äußerungen von der EZB als Belastung für den Euro. Über dem Devisenmarkt schwebt weiterhin aber auch das Brexit-Damoklesschwert. Das britische Pfund tendiert am Abend recht stabil bei rund 1,32 Greenback.

US-Öl im Überangebot

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach anfänglichen Gewinnen gefallen. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,90 US-Greenback. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel auf 59,28 Greenback. Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Zuletzt hatten außerdem Konjunkturängste an den Märkten die Oberhand gewonnen und riskantere Anlagen, zu denen auch Rohstoffe gehören, unter Druck gesetzt. Kaum verändert conflict zur Wochenmitte der Goldpreis, die Feinunze Gold notiert derzeit bei 1.310 Greenback.

Deutsche Financial institution, Covestro und Lufthansa vorn

Im Dax legten am Mittwoch Papiere der Deutschen Financial institution und von Covestro am deutlichsten zu. Auch Lufthansa-Aktien gehörten zu den klaren Gewinnern. Die Airline prüft nach eigenen Angaben den Teilverkauf ihrer Catering-Tochter LSG Sky Cooks. Mögliche Käufer hätten Informationen zur Sparte erhalten und seien zu Geboten Anfang April aufgerufen worden, so das Unternehmen.

Wirecard hält sich

Wirecard-Papiere gehörten zu den schwächeren Dax-Titeln. Nachdem sie am Dienstag dramatische Gewinne von bis zu 30 Prozent verzeichnet hatten, ging es nun aber nur moderat Prozent rückwärts. Analysten zeigen sich derweil erleichtert und sehen eine Entlastung des Managements durch die am Vortag präsentierten Untersuchungsergebnisse über vermeintlich fehlerhafte Buchungen von Umsätzen.

Infineon-Aktie fällt nach Gewinnwarnung

Papiere des Halbleiterherstellers verloren im Dax rund fünf Prozent. Infineon hat seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr weiter nach unten korrigiert. Wegen der nachlassenden Autonachfrage in China und globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten würden das Umsatzplus und die Profitabilität geringer ausfallen als bisher erwartet. Infineon hatte bereits im Februar seine Wachstumsziele für das im September auslaufende Geschäftsjahr 2018/19 gesenkt. Nun werde ein Umsatzanstieg auf lediglich acht Milliarden Euro erwartet, teilte das Unternehmen mit. Die konzernweite Umsatzrendite (Segmentergebnis-Marge) werde 16 Prozent betragen, anstelle der zuletzt in Aussicht gestellten 17,5 Prozent.

Scholz wiegelt bei Bankenfusion ab

Deutsche Financial institution-Aktien schlossen am Mittwoch an der Dax-Spitze. Dabei hält sich die Regierung nach Worten von Finanzminister Olaf Scholz bei der möglichen Fusion von Deutscher Financial institution und Commerzbank erst einmal zurück. “Die Vorstände dieser beiden privaten Banken haben entschieden, dass sie die Möglichkeit einer Fusion ergebnisoffen untersuchen wollen. Sie sind im Fahrersitz, nicht die Regierung”, sagte der SPD-Politiker der “FAZ”. Dass das Finanzministerium mit allen Kreditinstituten spreche, stimme. Das gehöre zu seinen Aufgaben.

Aktien der Commerzbank schlossen nach der Vorlage des Geschäftsberichts an der MDax-Spitze. Die gelbe Financial institution blickt zuversichtlich auf das laufende Jahr und erwartet dabei ein leichtes Ergebnisplus.

Gleichzeitig bleibt die Fusionsfantasie mit der Deutschen Financial institution im Markt. Bankchef Martin Zielke hatte zuletzt eine gewisse Sympathie für ein Zusammengehen erkennen lassen – vor allem das Investmentbanking könne für die Commerzbank interessant sein. Er strebe eine zügige Entscheidung an, hatte Zielke jüngst in einem Transient an die Mitarbeiter erklärt. Auch die Papiere der Deutschen Financial institution gehören im Dax zu den größten Gewinnern.  | mehr

Bayer: Tag der Entscheidung im Glyphosatprozess

Bayer-Aktien schlossen am Mittwoch nur leicht im Minus. Heute wird das Urteil der sechs Geschworenen in San Francisco zum Glyphosat-Mittel “Roundup” erwartet. Die Jury muss entscheiden, ob das Unternehmen von einer Krebsgefahr wusste und diese vernachlässigt hat. Um 16 Uhr deutscher Zeit kommen die Geschworenen zusammen, um ihr Urteil zu fällen. Bereits zum Auftakt des Prozesses vor einer Woche waren die Geschworenen der Meinung, dass Glyphosat krebserregend ist.

Der Volkswagen-Konzern will offenbar eine Partnerschaft mit Amazon eingehen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vereinbarten die beiden Konzerne eine Zusammenarbeit bei Cloud-Diensten, deren Particulars demnächst bekannt gegeben werden sollen. Amazon soll VW entscheidend dabei helfen, die Produktivität von VW-Fabriken zu erhöhen. VW-Chef Herbert Diess hatte zuletzt als Ziel vorgegeben, dass die Konzernwerke bis zum Jahr 2025 um ein Drittel produktiver arbeiten sollen.  | mehr

Die Aktie von Südzucker sackte am Mittwoch um zwölf Prozent ab. Europas größtem Zuckerkonzern bricht der Gewinn weg. Vorläufigen Zahlen zufolge fiel das operative Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2018/19 (bis Ende Februar) auf rund 25 Millionen von zuvor 445 Millionen Euro. Der Konzernumsatz sank von 6,98 Milliarden Euro auf 6,75 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wird nur noch ein operatives Konzernergebnis zwischen null und 100 Millionen Euro erwartet. Im Section Zucker wird mit einem weiteren operativen Verlust zwischen 200 und 300 Millionen Euro gerechnet.  | mehr

Nordex-Aktie bekommt Flügel

Nordex-Aktien verbuchten Kursgewinne von quick zehn Prozent und haben damit ein neues Hoch seit Mai 2017 erreicht. Oddo BHF-Analyst Anis Zgaya hatte zuvor sein Kursziel auf 16 Euro aufgestockt und ist damit nun der optimistischste unter den Experten, die Nordex beobachten. Laut Zgaya gibt es bei dem Unternehmen ein “günstiges Momentum” und rechnet mit anhaltend starkem Auftragseingang. Die jüngsten Orders bestätigten zudem den Development steigender Preise für neue Modelle. Auf dem aktuellen Kursniveau seien Nordex-Papiere noch deutlich günstiger bewertet als Vestas und Siemens Gamesa.

HHLA voller Tatendrang

Nach kräftigen Zuwächsen im vergangenen Jahr erwartet der Hamburger Hafenkonzern HHLA aus dem SDax für 2019 erneut einen höheren Betriebsgewinn. Der Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) des Teilkonzerns Hafenlogistik solle in diesem Jahr deutlich zulegen, teilte die HHLA am Mittwoch mit. Das entspreche einem Zuwachs um fünf bis zehn Prozent.

2018 conflict das operative Ergebnis um ein Fünftel auf 188 Millionen Euro gestiegen. Das lag auch daran, dass Belastungen wegfielen. Der Reingewinn nach Anteilen Dritter sprang sogar um rund 45 Prozent auf 103 Millionen Euro. Daraus sollen die Aktionäre eine um 13 Cent erhöhte Dividende von 80 Cent je Anteilsschein erhalten.

Die Ertragskraft will die HHLA durch weitere Investitionen in die Automatisierung der Abläufe an den Containerterminals und die Ausweitung des Intermodalgeschäfts weiter steigern. Insgesamt fließt im Zeitraum 2018 bis 2023 eine Milliarde Euro in die Geschäftsfelder, der Großteil davon ins börsennotierte Kerngeschäft.

SGL Carbon erwartet keine großen Sprünge

Der Kohlenstoff-Spezialist hat 2018 seine Jahresziele leicht übertroffen. Bei einem Umsatzanstieg um 21,eight Prozent auf 1,048 Milliarden Euro legte das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen um 61 Prozent auf 64,6 Millionen Euro zu.

Im laufenden Jahr peilt der Vorstand einen Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich an, während das Ebit wohl auf dem Vorjahresniveau stagnieren dürfte.

Beim Wiesbadener Unternehmen, dessen Streubesitz bei 43,7 Prozent liegt, ist unter anderem die Beteiligungsgesellschaft SKion der Industriellen-Erbin Susanne Klatten mit über 27 Prozent beteiligt. Auch die Autokonzerne BMW und VW sind Eigner. Susanne Klatten ist wiederum auch Großkationärin bei BMW.

Megadeal in Chemiebranche

Im Nahen Osten entsteht ein neuer Chemie-Branchengigant: Die weltgrößte Erdölfördergesellschaft Saudi Aramco übernimmt für rund intestine 69 Milliarden US-Greenback die Mehrheit am saudi-arabischen Chemiekonzern Sabic. Es ist einer der größten Offers in der Chemiebranche seit der 130 Milliarden Greenback schweren Fusion der US-Firmen Dow und DuPont. Saudi Aramco übernimmt dafür den Anteil des staatlichen Investmentfonds PIF von 70 Prozent an Sabic, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Saudi Aramco hat nach eigenen Angaben derzeit nicht vor, die übrigen 30 Prozent zu kaufen.

Southwest warnt wegen Boeing

Die US-Fluggesellschaft hat nach dem jüngsten Absturz einer Boeing-Maschine ihre Prognose für das erste Quartal eingedampft. Der Ertrag professional verfügbarer Sitzmeile werde um etwa zwei bis drei Prozent steigen statt wie ursprünglich geplant um drei bis vier Prozent. Nach zwei Abstürzen gilt ein Flugverbot für Boeing-Maschinen des Typs 737 MAX. Southwest Airways ist mit 280 Bestellungen der größte Einzelkunde für das Modell und hat 31 Maschinen im Betrieb, die derzeit alle am Boden bleiben müssen. Southwest Airways erklärte, durch das Flugverbot und weitere destructive Einflüsse seien dem Konzern im ersten Quartal 150 Millionen Greenback an Umsatz verloren gegangen.

AB

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