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Brexit-Unsicherheit nimmt wieder zu | Marktberichte – Information by Automobilnews.eu

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Brexit-Unsicherheit nimmt wieder zu | Marktberichte


Stand: 11.03.2019, 11:50 Uhr

Im Dax sticht die Wirecard-Aktie zu Wochenbeginn alle anderen Werte deutlich aus. Doch ansonsten herrscht bei den Standardwerten in Frankfurt relativ wenig Bewegung. Vielmehr richten sich die Blicke wieder in Richtung London.

Bis zum Mittag notiert der Dax mit rund 11.485 Punkten etwas höher als Ende vergangener Woche. Die Unsicherheit wegen der geplanten Abstimmungsserie im britischen Unterhaus zum Brexit bremst die Erholung. Morgen will Premierministerin Theresa Could ihren bereits gescheiterten Brexit-Deal erneut zur Abstimmung stellen. Lassen ihn die Abgeordneten erneut durchfallen, sollen sie am Mittwoch entscheiden, ob Großbritannien ohne Vereinbarung über die künftigen Beziehungen am 29. März aus der EU ausscheiden soll. Spricht sich die Mehrheit wie allgemein erwartet auch dagegen aus, soll am Donnerstag eine Abstimmung über eine Verschiebung des Brexit folgen.

Der Nikkei-Index legte zum Wochenstart um ein halbes Prozent auf 21.125 Punkte zu. Am Devisenmarkt geht der Euro auf Erholungskurs bis auf 1,1258 US-Greenback.

Handelszeiten in Amerika geändert

In den USA gilt bereits ab heute die Sommerzeit. Dadurch startet der Handel an Wall Road und Nasdaq bereits um 14:30 Uhr und endet bereits um 21.00 Uhr deutscher Zeit. Auch die Konjunkturdaten werden eine Stunde früher als gewohnt veröffentlicht. In Deutschland und Europa gilt die Sommerzeit erst Ende März.

Deutsche Konjunktur im Blick

Die Bundesregierung hält einem Medienbericht zufolge ihre erst Ende Januar gesenkte Wachstumsprognose für 2019 für zu optimistisch. Intern rechne sie für das laufenden Jahr nur noch mit 0,eight Prozent Wachstum, berichtet das “Handelsblatt” am Montag unter Verweis auf einen vertraulichen Vermerk des Bundesfinanzministeriums.

Im Januar lag die Produktion des verarbeitenden Gewerbes im Januar laut dem Statistischen Bundesamt 0,eight Prozent niedriger als im Vormonat. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Allerdings wurde zugleich die Entwicklung im Dezember besser ausgewiesen als bisher bekannt. Anstatt eines Rückgangs um 0,four Prozent ergibt sich nach neuen Daten ein Zuwachs um 0,eight Prozent.

Die deutschen Exporte wuchsen im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 108,9 Milliarden Euro. Die Importe zogen noch stärker um fünf Prozent auf 94,four Milliarden Euro an.

Wirecard-Erholung setzt sich fort

Die Wirecard-Aktie liegt mit weitem Abstand an der Dax-Spitze. Am Freitag hatte Konzernchef Markus Braun mit einem Kommentar auf Twitter die Laune der Börse verbessert. Darin schrieb Braun: “Ich bin überzeugt, dass der Markt sich sehr bald wieder auf die starke operative Entwicklung und die Innovationen von Wirecard fokussieren kann.” Was genau er damit meint, hatte Braun nicht näher erläutert. Allgemein wird aber erwartet, dass der Münchner Str. 26 auf eine baldige Veröffentlichung des externen Gutachtens zu den Vorgängen in Singapur hindeutet.

Rauch ist da, aber gibt es auch ein Feuer? Zu Wochenbeginn gehen die Spekulationen über eine Fusion der beiden führenden privaten deutschen Geldhäuser weiter.

Der Vorstand der Deutschen Financial institution hat einem Insider zufolge informelle Gespräche mit der Commerzbank genehmigt. Dabei solle eine Fusion der beiden Geldhäuser geprüft werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Individual am Samstag. Die “Welt am Sonntag” hatte als erste darüber berichtet. Die Deutsche Financial institution wie die Commerzbank lehnten eine Stellungnahme ab.

Zuletzt hatte bereits das Magazin “Focus” über eine Annäherung berichtet, was aber aus Aufsichtsratskreisen zurückgewiesen worden battle.  | mehr

Deutsche Submit bekommt ihr höheres Porto

Der Weg für eine deutliche Erhöhung des Briefportos ist laut “FAZ” frei. Das Bundeskabinett werde am Mittwoch eine neue “Submit-Entgeltregulierungsverordnung” verabschieden, schreibt die Zeitung. Änderungen an dem vom Wirtschaftsministerium vorbereiteten Entwurf habe es in der Ressortabstimmung nicht mehr gegeben. Die Neuregelung zwinge die Bundesnetzagentur, der Submit einen sehr viel größeren Preiserhöhungsspielraum zu gewähren.

Mercedes-Absatz sinkt erneut deutlich

Nach einem schwachen Januar hat die Daimler-Tochter Mercedes auch im Januar weniger Fahrzeuge verkauft. Insgesamt sank der Absatz um 6,7 Prozent auf 153.000 Fahrzeuge. Den stärksten Einbruch erlitt Mercedes in der Nafta-Area mit einem Minus von 14 Prozent. Sogar am größten Markt China sank der Absatz erstmals seit langer Zeit, und zwar um 5,four Prozent. Am Heimatmarkt Deutschland verkauften die Schwaben 7,Three Prozent mehr.

Dicke Luft bei VW und Audi

Der VW-Konzern-Betriebsrat will laut “Bild am Sonntag” den Bau des geplanten neuen Werks in Osteuropa verhindern. Wie die Zeitung berichtet, wollen die Arbeitnehmervertreter bei der entscheidenden Aufsichtsratssitzung im Frühjahr gegen das Projekt stimmen. Der Betriebsrat sehe keine Notwendigkeit für die Milliarden-Investition, da bestehende Fabriken in Europa nicht ausgelastet seien.

Betriebsratschef Osterloh forderte derweil personelle Konsequenzen aus Managementfehlern bei dem Autobauer. Allein das “mangelhafte Administration” des neuen Abgastestverfahrens WLTP habe den Konzern im vergangenen Jahr “mindestens eine Milliarde Euro” gekostet.

Der Vorstand des Autobauers Audi stimmt einem Zeitungsbericht zufolge die Beschäftigten derweil auf Stellenstreichungen im Zuge des angekündigten Sparkurses ein. “Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir unsere Personalstruktur überdenken”, zitiert die “Heilbronner Stimme” aus einem Temporary an die Mitarbeiter.

LEG Immobilien erhöht die Dividende

Das MDax-Unternehmen hat die Vorlage seiner Geschäftszahlen um einen Tag vorgezogen. Angesichts steigender Mieten legte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO I) im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent auf 318,6 Millionen Euro zu und erreichte damit die angepeilte Spanne von 315 bis 323 Millionen. Die Dividende soll auf 3,53 (Vorjahr: 3,04) Euro je Aktie erhöht werden, erklärte LEG am Sonntag.

LEG bekräftigte seine Prognose für das operative Geschäft 2019 mit 338 bis 344 Millionen Euro und für 2020 mit 356 bis 364 Millionen. Zugleich wurde bekannt gegeben, dass Digitalvorstand Lars von Lackum (43) zum 1. Juni Firmenchef werde. Der noch amtierende Vorstandschef Thomas Hegel (62) scheide mit Abschluss der nächsten Hauptversammlung am 29. Mai aus.

Hypoport will erneut stark wachsen

Der Finanzdienstleister Hypoport will im laufenden Jahr einen Konzernumsatz vor weiteren Übernahmen zwischen 310 und 340 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 32 und 40 Millionen Euro erreichen. Im vergangenen Jahr hatte das SDax-Mitglied einen Umsatz von 266 Millionen Euro und ein Ebit von 29,Three Millionen Euro geschafft.

Boeing-Aktie bricht ein

Die Aktien des Flugzeugbauers Boeing fallen vorbörslich um knapp zehn Prozent. Die chinesische Luftfahrt-Aufsicht hat nach dem Absturz einer 737 MAX eight am Sonntag Begins des betroffenen Flugzeugtyps bis auf Weiteres verboten. Auch Ethiopian Airways lässt diese Maschinen am Boden. Bereits im Oktober battle eine 737 MAX eight in Indonesien abgestürzt. Die Ursache hierfür ist noch nicht vollständig geklärt.

Tesla erhöht seine Preise

Der Elektroautobauer Tesla hebt weltweit die Preise für seine Modelle um durchschnittlich etwa drei Prozent an. Die Preiserhöhungen beträfen die teureren Varianten von Mannequin 3, Mannequin S und Mannequin X, teilte Tesla mit. Der Basispreis von 35.000 Greenback für das neue Volumenmodell Mannequin Three solle jedoch beibehalten werden. Die aktuellen Preise hätten noch bis zum 18. März ihre Gültigkeit. Tesla kündigte zudem an, weniger Filialen schließen zu wollen als ursprünglich geplant.

ME

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