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BMW Group Werk Landshut: Hier gehen Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand – Auto Information by Automobilnews.eu

BMW Group Werk Landshut: Hier gehen Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand


Landshut. Das BMW Group Werk Landshut treibt seine
Nachhaltigkeits-Aktivitäten weiter voran: Mit einem umfassenden
Maßnahmenpaket reduziert der Produktionsstandort seine
CO2-Emissionen, erhöht die Energieeffizienz und senkt den
Ressourcenverbrauch. „Nachhaltigkeit und Premium sind für uns
untrennbar miteinander verbunden. Unsere Experten suchen in allen
Fertigungsbereichen kontinuierlich nach innovativen Lösungen für eine
ressourcenschonende Produktion. Wir verfolgen dabei einen
ganzheitlichen Ansatz“, sagt Standortleiter Dr. Stefan Kasperowski.

Beispiele dafür sind die neuen Vorwärmstationen in der
Leichtmetallgießerei, dem größten Produktionsbereich des Werks. Zudem
kommt hier bei den Motorbauteilen seit kurzem eine mechanische
Bearbeitung der Zylinderlaufflächen (Dμ-CAP) zum Einsatz. Früher
wurden diese mit Wasserdruck bearbeitet. Darüber hinaus wird das
gesamte Werk bis Ende des Jahres großflächig auf LED-Beleuchtung
umgerüstet. Die hocheffiziente KWK-Anlage (KWK: Kraft-Wärme-Kopplung)
ist bereits seit 2018 im Einsatz.

Kasperowski: „Innovationskraft zeichnet unseren Standort aus – auch
beim Thema Nachhaltigkeit. Als größtes Komponentenwerk der BMW Group
weltweit leisten wir so einen wirkungsvollen Beitrag zum Erreichen
unserer konzernweiten Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele.“ Für 2030
setzt sich die BMW Group branchenweit die höchsten Reduktionsziele.
Allein in der Produktion hat das Unternehmen die Emissionen je
Fahrzeug weltweit seit 2006 um mehr als 70 Prozent reduziert. Von 2019
bis 2030 sollen die Emissionen in der Fertigung um abermals 80 Prozent
reduziert werden. Zusätzlich zu der deutlichen Reduzierung in der
Substanz wird die BMW Group ihre verbliebenen CO2-Emissionen (Scope 1
und 2) bereits von 2021 an über die Nutzung entsprechender Zertifikate
vollständig neutralisieren.

„Der Umgang mit Ressourcen entscheidet mit über unsere Zukunft. Als
verlässlicher Accomplice in der Area nimmt der Standort Landshut seine
gesellschaftliche und ökologische Verantwortung aktiv wahr. Dazu zählt
auch der Schutz unserer Umwelt“, betont Willibald Löw,
Betriebsratsvorsitzender des BMW Group Werks Landshut.

Massel- und Brennerluft-Vorwärmung: Abwärme effizient nutzen.

Bereits seit längerem sind in der Leichtmetallgießerei am Standort
Landshut sechs Brennerluft-Vorwärmstationen in Betrieb. Mit diesen
spart sie bereits jetzt mehr als 12.000 Megawattstunden Wärmeenergie
professional Jahr ein. Um die Energieeffizienz noch weiter zu steigern, hat die
Leichtmetallgießerei sogenannte Massel-Vorwärmstationen installiert.
„Mit den neuen Vorwärmstationen werden wir jährlich weitere rund 3.000
Megawattstunden Wärmeenergie einsparen“, sagt Kasperowski. In der
Schmelzerei werden täglich große Mengen an Aluminiumbarren, auch
„Massel“ genannt, eingeschmolzen. Nun werden die Masselpakete in den
Vorwärmstationen zuvor mit dem heißen Abgas der Öfen auf etwa 400 Grad
Celsius erhitzt. Das erhöht die Schmelzleistung der Öfen und reduziert
den Energieverbrauch. Die Energieeinsparung durch die Massel- und
Brennerluft-Vorwärmung am Standort Landshut liegt somit bei mehr als
15.000 Megawattstunden professional Jahr. Das entspricht in etwa dem
durchschnittlichen Jahresverbrauch von 650 Einfamilienhäusern.

Die Leichtmetallgießerei am Standort Landshut ist eine der modernsten
Gießereien weltweit. Bereits seit 2010 produziert sie emissionsfrei.
Zuletzt wurde die Gießerei im Jahr 2019 für ihren nachhaltigen
Aluminium-Einsatz von der Aluminium Stewardship Initiative zertifiziert.

Dμ-CAP („D-Mü-CAP“): Mechanisch statt mit Wasserdruck.

Durch die sukzessive Umstellung auf die neue Dμ-CAP-Technologie hat
die Leichtmetallgießerei ihren Wasserverbrauch allein von 2018 auf
2019 um über ein Drittel (34 Prozent) gesenkt. Die Abkürzung Dμ-CAP
steht für „Diamond Micro Reduce And Strain“. Die progressive Technologie
beschreibt eine Kind der mechanischen Bearbeitung von
Zylinderlaufflächen für Motorbauteile. Sie geht der
Laufflächen-Beschichtung voraus, die zusammen mit dem Motoröl später
dafür sorgt, dass sich die Zylinder im Motor reibungsfrei bewegen.

Umstellung auf LED-Leuchten im gesamten Werk.

Bis Ende des Jahres rüstet das BMW Group Werk Landshut weitere
Bereiche großflächig auf LED-Energiesparlampen um. Die dadurch
erzielte Energieeinsparung beträgt bereits jetzt mehr als 7.300
Megawattstunden professional Jahr. Das entspricht etwa dem jährlichen
Stromverbrauch von mehr als 1.800 Einfamilienhäusern. Im Vergleich zu
Leuchtstoffröhren verbraucht LED-Beleuchtung nur etwa die Hälfte an
Strom – und das bei deutlich höherer Lebensdauer: Mit mindestens
50.000 Stunden ist diese quick drei Mal so lang wie bei
Leuchtstoffröhren, was auch den Instandhaltungsaufwand im Werk
deutlich reduziert. Darüber hinaus empfinden Menschen LED-Licht im
Arbeitsumfeld meist als angenehmer.

KWK-Anlage: Strom erzeugen und die Wärme gleich mitnutzen.

Seit 2018 erzeugt die KWK-Anlage auf dem Werksgelände etwa 50 Prozent
des Jahresbedarfs an Elektrizität. Die hocheffiziente Strom- und
Wärmeerzeugung reduziert den CO2-Ausstoß gegenüber
konventioneller Technik um 40.000 Tonnen im Jahr. Die Abkürzung KWK
steht für Kraft-Wärme-Kopplung und bezeichnet Energieanlagen, die Gasoline
in Strom umwandeln und die dabei entstehende Wärme gleich mitnutzen.
Weil dadurch weniger Abwärme verloren geht als bei der herkömmlichen
Stromerzeugung, sind bis zu 90 Prozent Primärenergienutzung möglich.

 

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