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Berlin, Berlin . . . : Im MINI John Cooper Works GP durch die deutsche Hauptstadt. – Auto Information by Automobilnews.eu

Berlin, Berlin . . . : Im MINI John Cooper Works GP durch die deutsche Hauptstadt.


München. Die Atmosphäre knistert – irgendetwas liegt
in der Berliner Luft. Auf der Glienicker Brücke geraten die Passanten
ins Staunen. Agentenaustausch? Nein, so etwas gab es hier, genau
genommen, nur dreimal zwischen 1962 und 1986. Jetzt ist es der MINI
John Cooper Works GP (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,3 l/100 km;
CO2-Emissionen kombiniert: 167 g/km gemäß WLTP), der die
Blicke auf sich zieht. Auch den schnellsten jemals gebauten MINI gibt
es nur selten zu sehen. Das 225 kW/306 PS starke Modell wurde in einer
Kleinserie von nur 3 000 Exemplaren gebaut.

Für den Stadtverkehr ist der MINI John Cooper Works GP eigentlich zu
temperamentvoll. Doch seine agilen Fahreigenschaften und die kompakten
Abmessungen sind im Getümmel der quick vier Millionen Einwohner
zählenden Metropole überaus hilfreich. Und die imponierende
Ausstrahlung, für die unter anderem Radlaufblenden aus Carbon, ein
Dachspoiler mit Doppelflügel-Kontur, 18 Zoll große
Leichtbau-Schmiederäder und ein modellspezifisches Fahrwerk mit
Fahrzeugtieferlegung sorgen, passt ins Bild einer Stadt, in der große
Auftritte an der Tagesordnung sind.

So nähert sich der modernste High-Sportler im Modellprogramm der
traditionsreichen britischen Marke aus südwestlicher Richtung der
Hauptstadt, in der Historie und Moderne auf einzigartige Weise
miteinander verschmelzen. Und das beginnt schon auf der Glienicker
Brücke, die vor 350 Jahren noch eine schlichte Holzbrücke struggle,
aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens jedoch schon bald Teil
einer der wichtigsten Verbindungsrouten zwischen den Residenzstädten
Berlin und Potsdam wurde. Heute führt der Weg über die Königsstraße
auf die Stadtautobahn 115 durch den Grunewald. Dort wurde vor 100
Jahren die „Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße“ eröffnet. Die AVUS
verband in ihrem Ursprungslayout von rund 19 Kilometern das heutige
Messegelände in der Nähe des Stadtteils Charlottenburg und den
Nikolassee bei Zehlendorf mit zwei Geraden sowie einer Nord- und einer Südkurve.

Der Rennstreckenbetrieb wurde 1998 eingestellt, das markante
Verwaltungsgebäude am Messedamm und die 200 Meter lange
Zuschauertribüne stehen inzwischen unter Denkmalschutz. Jetzt bringt
der MINI John Cooper Works GP ein wenig Rennsport Feeling zurück. Sein
Vierzylinder-Turbomotor beschleunigt ihn in 5,2 Sekunden aus dem Stand
auf 100 km/h. Die präzise dosierbare Sportbremsanlage mit
Vier-Kolben-Festsattel-Scheibenbremsen an den Vorderrädern garantiert
ebenso dynamische Verzögerungsmanöver. In schnell durchfahrenen Kurven
sorgen die aerodynamisch optimierten Designmerkmale für reduzierten
Auftrieb, auf langen Geraden ist eine Höchstgeschwindigkeit von 265
km/h möglich. Rein theoretisch jedenfalls, denn heute gilt auf der
AVUS Tempo 100.

Auf dem Teufelsberg ganz in der Nähe der ehemaligen Nordkurve haben
Besucher einen großartigen Blick über den Grunewald und Berlin – kein
Wunder, ist der Teufelsberg doch mit 120,1 Metern die zweithöchste
Erhebung der Stadt. Außerdem ist dort zeitgenössische Spray-Kunst zu
bewundern. Auf den Wänden einer ehemaligen Radarstation entstanden
über die vergangenen Jahrzehnte Hunderte kleine und große Murals.

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Olympiastadion steuert der MINI
John Cooper Works GP den Bezirk Mitte an. Auf der Bundesstraße 2 kommt
schon bald die 67 Meter hohe Siegessäule in Sicht. Der MINI umkurvt
einmal (oder zwei- oder dreimal?) den „Großen Stern“, wie der
teilweise fünfspurige Kreisverkehr genannt wird, um dann über die
Straße des 17. Juni vor das Brandenburger Tor zu rollen. Einmal rechts
abbiegen, und schon nach wenigen Hundert Metern wird der auffällige
Zweisitzer zum Blickfang am Potsdamer Platz. Dort stand 1924 die erste
Ampel Europas. Damals struggle diese Kreuzung einer der am stärksten
befahrenen Plätze der alten Welt. Umso größer struggle dann der Kontrast,
als der Potsdamer Platz nach dem Zweiten Weltkrieg als Pufferzone
zwischen amerikanischer und sowjetischer Besatzungszone zum
Niemandsland wurde. Nach dem Fall der Berliner Mauer wandelte sich der
historische Platz aber schnell wieder zum pulsierenden Hotspot.

Vom modernen Potsdamer Platz aus führt der Weg in den Stadtteil
Kreuzberg und dort zu einer historischen Einkaufsmöglichkeit. Die
Markthalle 9 an der Eisenbahnstraße wurde vor 130 Jahren eröffnet.
Dort fanden 300 jeweils vier Quadratmeter große Stände Platz, um die
Bevölkerung mit frischen Waren zu versorgen. Sie ist eine von 14
Berliner Markthallen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
entstanden. Heute ist dort „anders einkaufen“ und „anders essen“
angesagt. Händler und Kunden legen Wert auf saisonale Produkte und
regionale Bezugsquellen.

Von Kreuzberg aus genügt ein kurzer Sprung über die Spree
beziehungsweise eine flotte Fahrt über die sehenswerte Oberbaumbrücke,
um einen der meistbesuchten Touristenmagneten Berlins zu erreichen,
die East Facet Gallery. Sie wurde im September 1990 eröffnet und
umfasst das längste noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer. 118
Künstler aus 21 Ländern gestalteten nach dem Mauerfall auf 1,3
Kilometern des früheren Grenzverlaufs die längste Open-Air-Gallerie
der Welt.

Wer nun dem Verlauf der Spree folgt, gelangt zum Alexanderplatz und
von dort über den Prachtboulevard Unter den Linden, vorbei am
Fernsehturm, dem Berliner Dom, dem Gendarmenmarkt und dem Humboldt
Discussion board im wiederaufgebauten Stadtschloss direkt ins Regierungsviertel.
Geschichte und Gegenwart liegen hier zwischen Reichstagsgebäude,
Hauptbahnhof, Kanzleramt und Schloss Bellevue, dem Sitz des
Bundespräsidenten, ganz nah beieinander.

Auf dem Weg durch Charlottenburg und zum Internationalen Congress
Centrum (ICC) muss sich der Fahrer des MINI John Cooper Works GP
entscheiden. Entweder geht es noch einmal über die AVUS in den
Grunewald und über die Glienicker Brücke nach Potsdam oder gen Norden
ins grüne Umland Berlins. Die Wahl fällt auf den Ausflug in die
Mecklenburger Seenlandschaft. Denn inmitten der Schorfheide kann der
MINI John Cooper Works GP doch noch einmal zeigen, was in ihm steckt.
In Groß Dölln besteht seit dem Jahr 2002 das größte
Fahrsicherheitszentrum Europas. Zum Areal gehört nicht nur ein
einzigartiger Handlingparcours, sondern auch eine 4,25 Kilometer lange Rennstrecke.

Auf diesem Terrain wird erlebbar, wie sehr die Entwickler des MINI
John Cooper Works GP ihr Rennsport-Knowhow zur Erzeugung von extremem
Fahrspaß genutzt haben. Eine besonders straffe Motorlagerung, die
steife Karosseriestruktur, die ins 8-Gang Steptronic Sport Getriebe
integrierte Differenzialsperre und die modellspezifischen
Excessive-Efficiency-Reifen ermöglichen eine faszinierend spontane
Kraftentfaltung beim Spurt aus dem Stand und beim Herausbeschleunigen
aus Kurven. Die nicht weniger beeindruckende Querbeschleunigung
resultiert unter anderem aus einer breiten Spur und modellspezifisch
erhöhten Sturzwerten für die Vorder- und Hinterräder. Im GP Mode
werden zudem die Eingriffsschwellen des Fahrstabilitätssystems DSC
(Dynamische Stabilitäts Management) heraufgesetzt. So erhält der Fahrer
bei der Annäherung an den Grenzbereich noch etwas mehr Spielraum.
Aktivieren lässt sich der GP Mode ganz einfach per Toggle-Schalter.
Und schon liegt wieder ein gewisses Knistern in der Luft.

/firm/bmw-group/

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