P90375234-dr-niklas-fichtmueller-leiter-gesamtfahrzeug-und-qualitaetsmanagement-im-bmw-group-werk-dingolfing-e-2249px.jpg
GENERAL

Autonomes Fahren – sicher und zuverlässig – Auto Information by Automobilnews.eu

Bild

Autonomes Fahren – sicher und zuverlässig


Dingolfing. Mit dem BMW Group Werk Dingolfing, der
Technischen Hochschule Deggendorf und der Deggendorfer Firma b-plus
bündeln drei starke regionale Accomplice jetzt auf dem Zukunftsfeld des
Autonomen Fahrens ihre Kräfte. Im Rahmen des Forschungsprojekts
„iAATG“ entwickeln sie modern Methoden zur Absicherung
hochautomatisierter Fahrfunktionen. Gefördert wird das auf eine Dauer
von drei Jahren angelegte Vorhaben vom bayerischen
Wirtschaftsministerium. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger:
„Mit diesem Projekt kann sich Bayern und speziell der Standort
Dingolfing als Vorreiter in der Qualitätssicherung autonomer Fahrzeuge
präsentieren. Wir steuern hierzu über 800.000 Euro bei. Wir
unterstützen den Transformationsprozess von Unternehmen der
bayerischen Fahrzeug- und Zulieferindustrie, unter anderem durch die
Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Produkte und
Technologien oder Pilotprojekte zu Mobilitätslösungen. Dadurch soll
Bayern auch in der neuen Mobilitätswelt Technologieführer bleiben.“
Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler sowie
die Amtschefin des Wirtschaftsministeriums, Dr. Sabine Jarothe,
machten sich beim offiziellen Projektstart im BMW Group Werk
Dingolfing selbst ein Bild. Dabei zeigten sie sich vom Erfolg der
Kooperation überzeugt. Bernd Sibler betonte: „Am Wissenschaftsstandort
Bayern wird die weltweite Entwicklung des autonomen Fahrens
entscheidend mitgestaltet. Mit dem Forschungsprojekt iAATG verbinden
wir das Potenzial von Wissenschaft und Forschung mit dem Know-how von
Unternehmen. Diese Symbiose verspricht höchste Qualität für sichereres
Fahren durch vorausschauende Car, kurz: Hier gestalten wir die
Mobilität von morgen.“

Konkreter Anlass für das knapp zwei Millionen Euro teure
Forschungsprojekt ist der für 2021 geplante Produktionsstart des BMW
iNEXT im Werk Dingolfing. Dieses BMW Modell vereint in einzigartiger
Weise car Schlüsseltechnologien, setzt bei E-Mobilität,
Digitalisierung oder autonomem Fahren neue Maßstäbe und macht den
niederbayerischen BMW Group Standort so zum Pionier bei der Fertigung
hochautomatisiert fahrender BMW Car.

Dabei hält der BMW iNEXT neben vielen Neuerungen im Produkt auch
zahlreiche Innovationen in den Produktionsprozessen bereit. Besondere
Bedeutung kommt der technischen Absicherung automatisierter
Fahrfunktionen zu. „Denn diese“, so Dr. Niklas Fichtmüller, Leiter
Gesamtfahrzeug und Qualitätsmanagement im BMW Group Werk Dingolfing,
„sind zum einen höchst sicherheitsrelevant – und Sicherheit hat für
uns beim Thema Autonomes Fahren oberste Priorität. Zum anderen prägen
Funktionen des hochautomatisierten Fahrens ganz maßgeblich den
Kundennutzen des BMW iNEXT. Sie müssen daher höchsten
Qualitätsansprüchen genügen.“

Die entwicklungsseitige Absicherung einzelner Bauteile oder
Fahrzeugfunktionen erfolgt dabei auf dem Autonomous Driving Campus der
BMW Group in Unterschleißheim. Sie wird ergänzt durch die
systematische Anlauf-Absicherung auf Gesamtfahrzeug-Ebene im
Produktionswerk Dingolfing. Der Vorteil liegt auf der Hand: Denn im
Werk steht eine deutlich größere Zahl und Vielfalt an Fahrzeugen für
entsprechende Assessments und Prüfungen zur Verfügung. „Anspruch des nunmehr
gestarteten Forschungsprojekts ist es, für dieses hochinnovative
Produkt BMW iNEXT auch modern Absicherungskonzepte und Methoden
auf Gesamtfahrzeugebene – etwa durch den Einsatz künstlicher
Intelligenz – zu entwickeln“, so Eva-Maria Dornisch, Projektleiterin
seitens der BMW Group.

Konkret werden dazu drei Ansätze verfolgt. Zum einen wird eine
Vielzahl von Fahrzeugvarianten und Ausstattungsoptionen des BMW iNEXT,
von der Farbe des Fahrzeugs bis zum Reifenprofil, betrachtet und auf
mögliche Wechselwirkungen etwa mit der Sensorik hin analysiert.
„Hierfür“, so erklärt Prof. Thomas Limbrunner von der Technischen
Hochschule Deggendorf, „bringen wir Algorithmen auf Foundation künstlicher
Intelligenz zum Einsatz, die in der Lage sind, relevante Muster in
großen Datenmengen zu erkennen.“ Künstliche Intelligenz hilft additionally bei
der Identifikation und Analyse möglicher Funktionseinschränkungen bei
bestimmten Ausstattungskombinationen und stellt sicher, dass alle
Fahrzeuge, die in Kundenhand übergeben werden, höchste
Qualitätsansprüche erfüllen.

In einem zweiten und dritten Teilprojekt geht es neben der Analyse
auch darum, modern Testmethoden zu entwickeln. So ist eine
„Testbox“ geplant, die in Erprobungsfahrzeugen verbaut wird und deren
Software program den Fahrzeugen über Eingriffe in die Elektronik bestimmte
Umweltszenarien vorspielt, wie etwa ein Hindernis auf der Straße.
b-plus Projektleiter Bernhard Pfeffer erklärt: „Durch diese
Simulationen können selten auftretende Situationen erzeugt und
Reaktionen und Funktionsweisen eines Fahrzeugs effizient überprüft
werden.“ Ähnliche Testverfahren sollen auch entwickelt werden, um zu
kontrollieren, dass hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge Informationen
aus der Cloud des Herstellers – etwa Verkehrs- oder Wetterhinweise –
adäquat verarbeiten und wie gewünscht reagieren.

Prof. Peter Sperber, Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf,
resümiert: „Der Auftrag ist klar umrissen, Kompetenzen und Know-how
der beteiligten Accomplice ergänzen sich sehr intestine. Ich denke, es wird dem
Workforce mit vereinten Kräften gelingen, gleichermaßen wissenschaftlich
wie praxisorientiert Pionierarbeit auf diesem spannenden Zukunftsfeld
des automatisierten Fahrens zu leisten.“

 

Autonomes Fahren – sicher und zuverlässig – Auto Information by Automobilnews.eu
Comments

TOP STORIES

To Top
SELECT LANGUAGE »