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3500 Mitarbeiter betroffen: Honda schließt offenbar Werk in England – Information by Automobilnews.eu

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3500 Mitarbeiter betroffen: Honda schließt offenbar Werk in England


Der japanische Autobauer Honda will offenbar seine Fabrik im englischen Swindon schließen. 3500 Mitarbeiter wären betroffen. Die Entscheidung hänge aber nicht mit dem drohenden Brexit zusammen.

Der japanische Autobauer Honda will offenbar seine Fabrik im südenglischen Swindon bis 2022 schließen. In dem Werk sind 3500 Mitarbeiter beschäftigt. Das berichten Sky Information und die BBC unter Berufung auf Insider. Demnach will Honda seine Entscheidung heute offiziell bekanntgeben.

Der konservative Unterhausabgeordnete der Area Swindon, Justin Tomlinson, twitterte mit Verweis auf ein Gespräch mit dem Unternehmen, die Entscheidung hänge mit den weltweiten Entwicklungen und nicht mit dem Brexit zusammen. Bis 2021 würden weder Stellen gestrichen noch der Produktionsablauf geändert, versicherte Tomlinson.

Honda will “Spekulationen nicht kommentieren”

Ein Honda-Sprecher erklärte, das Unternehmen werde “zu diesem Zeitpunkt diese Spekulationen nicht kommentieren”. “Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten sehr ernst und kommunizieren alle wichtigen Neuigkeiten zunächst ihnen gegenüber”, hieß es in einer Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Den Berichten zufolge soll der drohende harte Brexit zwar nicht der Hauptgrund für die Entscheidung gewesen sein, aber durchaus eine Rolle gespielt haben – insbesondere die damit verbundenen möglichen Autozölle, die für Autos aus Großbritannien bei der Einfuhr in die EU erhoben werden könnten.

Die Fabrik in Swindon ist Hondas einzige Produktionsstätte in der EU. Hier wurde in den vergangenen 24 Jahren das Modell Civic für den globalen Markt produziert. Laut Sky Information will Honda an seinem europäischen Hauptsitz im nahe gelegenen Bracknell aber festhalten.

Brexit sorgt für große Verunsicherung

Der für Ende März geplante Brexit sorgt in der Wirtschaft für große Verunsicherung. Nach wie vor ist unklar, ob die Trennung chaotisch erfolgen wird oder ob es in Großbritannien doch noch eine parlamentarische Mehrheit für einen Austrittsvertrag mit der EU geben wird.

Der japanische Autobauer Nissan hatte Anfang Februar seine Pläne für die Fertigung seines SUV X-Path im nordenglischen Sunderland beerdigt und gab als einen Grund Unsicherheiten hinsichtlich des Brexit an. Zuvor hatte der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern Airbus “sehr schmerzhafte” Entscheidungen für einen britischen EU-Austritt ohne Abkommen angekündigt.

Der japanische Elektronikriese Sony will seinen Europasitz aus Sorge vor den Konsequenzen eines harten Brexit von Großbritannien in die Niederlande verlegen.

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